Fussball-WM 2026

VAR-Gate beim Schweiz-Spiel? Die Fifa reagiert auf die Vorwürfe

Hätte das 1:0 der Schweiz gegen Katar gar nicht zählen dürfen? Beim Foul an Remo Freuler vor dem Penalty fiel die Abseitstechnologie kurz aus – das sagt der Weltfussballverband.
Das Standbild bei Embolos Kopfball auf Freuler.
Bild: SRF

Foul an Remo Freuler, Penalty für die Schweiz, 1:0 durch Breel Embolo. So wird es für immer in den Geschichtsbüchern stehen.

Doch hätte das Tor gar nicht zählen dürfen? Diesen Verdacht äusserte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer als TV-Experte im deutschen Fernsehen ZDF. «Ich hatte mit einer Abseitsstellung gerechnet», sagte er über den Angriff, der mit dem Foul endete. «Die Bilder geben den Anschein, dass der Schweizer vor dem Katari ist. Aber es ist eine versetzte Kameraperspektive», wand Kinhöfer ein.

Tatsächlich ist die Technik der Fifa bei der Szene kurz ausgefallen, wie der Weltfussballverband nach dem Spiel mitteilt. Deshalb sei es nicht möglich gewesen, die übliche 3D-Visualisierung der Szene zu generieren. Das Problem sei jedoch schnell gelöst worden. «Der Arbeitsablauf des VAR wurde davon nicht beeinflusst», hiess es in der Mitteilung. «Die Linien, die der VAR verwendet hat, zeigten keine Abseitsposition der angreifenden Spieler in beiden Situationen direkt vor der Penaltyentscheidung.» Die Fifa lieferte die Bilder gleich mit.

Weder Breel Embolo bei der Flanke von Michel Aebischer …
Bild: Fifa
… noch Remo Freuler bei Embolos Kopfball standen im Abseits.
Bild: Fifa

Damit erhielt die Schweizer Nati den Penalty also zurecht. Und über diesen kann das Team von Nationaltrainer Murat Yakin durchaus froh sein. Denn der folgende Treffer von Breel Embolo blieb der einzige im Spiel – in der 94. Minute gelang Katar dann der Ausgleich. Man kann sich nur ausmalen, wie viel grösser die Enttäuschung gewesen wäre, hätte die Nati gar keinen Punkt gegen den Underdog der WM-Gruppe B geholt. (nih/ram)

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