Tennis

Zverev gewinnt US Open und holt zweiten Grand-Slam-Titel

Alexander Zverev gewinnt nach Paris auch die US Open. Der Deutsche setzt sich im Final gegen den Amerikaner Ben Shelton 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2 durch und feiert seinen zweiten Grand-Slam-Titel.

Der in Abwesenheit der verletzten Weltnummer 1 Jannik Sinner topgesetzte Zverev ist gegen den Finaldebütanten und Weltranglisten-Neunten über weite Strecken klar überlegen. Nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden triumphiert der 29-Jährige als erst zweiter Deutscher nach Boris Becker 1989 in New York.

Dass er es geschafft hat, realisiert Zverev zunächst nicht einmal. Nachdem er seinen ersten Matchball mit einem Aufschlagpunkt verwertet hat, zeigt er keine Reaktion. Erst ein Blick auf die Anzeigetafel verrät ihm, dass die Partie tatsächlich vorbei ist.

Shelton macht es dem wesentlich erfahreneren Zverev zunächst allerdings auch einfach. Gleich das erste Game gibt der Linkshänder mit einem Doppelfehler ab, zum 3:6 folgt ein zweites Break – erneut nach einem Doppelfehler. Weil Zverev seinerseits bei eigenem Aufschlag kaum etwas zulässt, steht Shelton ständig unter Druck.

Sheltons Hoffnung flackert nur kurz auf

Im zweiten Satz verhindert der fünfeinhalb Jahre jüngere Amerikaner einen weiteren Serviceverlust. Im Tiebreak häufen sich seine Fehler aber wieder, schnell liegt Shelton 0:5 zurück. Zverev nutzt die Gelegenheit und erhöht auf 2:0 nach Sätzen. Mit zunehmender Matchdauer spielt Shelton befreiter. Dank seinem ersten und einzigen Break gewinnt er den dritten Satz 7:5 und bringt damit auch die fast 24'000 Zuschauer im ausverkauften Arthur Ashe Stadium noch einmal ins Spiel.

Doch die Hoffnung hält nicht lange. Shelton beginnt den vierten Satz gleich mit einem Serviceverlust. Zverev lässt sich die Führung nicht mehr nehmen und schafft zum 5:2 ein weiteres Break. Für den Deutschen schliesst sich damit in New York ein Kreis. Vor sechs Jahren hatte er in seinem ersten Grand-Slam-Final an gleicher Stelle gegen Dominic Thiem bereits 2:0 nach Sätzen geführt – und noch verloren. Seither musste Zverev zwei weitere Major-Finalniederlagen verkraften, ehe ihm im Juni dieses Jahres am French Open der Durchbruch gelang.

2026 verliert Zverev bei den vier Grand-Slam-Turnieren lediglich zweimal: im Halbfinal des Australian Open gegen Carlos Alcaraz und im Wimbledonfinal gegen Jannik Sinner. Nach Paris gewinnt er nun auch in New York.

Für die Amerikaner geht dagegen das lange Warten weiter. Seit Andy Roddick 2003 hat kein einheimischer Spieler mehr das Männerturnier der US Open gewonnen. Shelton hatte im Viertelfinal noch Alcaraz in einer dramatischen Partie ausgeschaltet, kann im ersten Grand-Slam-Final seiner Karriere aber nicht an diesen Exploit anknüpfen. (sda)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)