Für die 15. Etappe der Tour de France ging es für die Fahrer nochmals richtig zur Sache. Nach Tadej Pogacars Machtdemonstration am Tag zuvor auf einer anspruchsvollen Etappe, ging es am Sonntag auf einer Strecke von 182,9 km von Champagnole bis zum Plateau de Solaison in den französischen Alpen. Der wahre Härtetest waren die 3950 Höhenmeter, wobei zwei Bergpreise der ersten Kategorie gewonnen werden konnten.
In einer Etappe mit recht hohem Durchschnittstempo riss nach 89 Kilometern eine 23-köpfige Gruppe ein erstes Mal aus und etablierte einen Vorsprung von rund zwei Minuten. Für kurzes Aufsehen sorgte der Kasache Alexandar Vinokurov nach 119 Kilometern. Er unternahm einen Fluchtversuch und fuhr zwischenzeitlich etwa zehn Sekunden Vorsprung auf seine Kollegen heraus. Allerdings währte das Unterfangen nur kurz.
Einen bitteren Tag erwischte der Gesamtzweite Jonas Vingegaard. 21 Kilometer vor dem Ziel stürzte der Däne so schwer, dass er nun die Tour aufgeben musste.
Mit Mauro Schmid und Yannis Voisard fuhren auch zwei Schweizer in der Spitzengruppe mit. Ersterer setzte sich nach 144 Kilometern und pünktlich zum zweiten Bergpreis an die Spitze des Rennens. Sein Vorsprung gegenüber dem Feld schmolz jedoch immer weiter, sodass er gegen Ende das Tempo nicht mehr halten konnte und zurückfiel.
Bei noch acht zu fahrenden Kilometern zog dann das Trio um Tadej Pogacar, Remco Evenepoel und Isaac del Toro, welches sich bis dahin kontinuierlich der Spitze angenähert hatte, endgültig davon. Evenepoel konnte mehrere Angriffe del Toros abwehren und sicherte sich eine Radlänge vor Pogacar den Etappensieg.
Mit der Aufgabe von Vingegaard rutscht Evenepoel im Gesamtklassement auf Rang zwei. Sein Rückstand auf Pogacar beträgt nun exakt fünf Minuten. Weiter geht es mit einem Ruhetag am Montag und dem Einzelzeitfahren am Dienstag.



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