Seit Samstag und dem Sieg von Marco Odermatt im Riesenslalom von Adelboden ist Swiss-Ski auch als Verband wieder ganz oben. Fünfmal in den letzten sechs Jahren und zuletzt dreimal in Serie siegten die Schweizer Skifahrerinnen und Skifahrer im Nationencup. Doch zu Beginn dieses Winters herrschte plötzlich Alarmstufe rot. Nach der zweiten Frauen-Abfahrt von St. Moritz am 13. Dezember betrug der Rückstand von Swiss-Ski auf Österreich 737 Punkte. Zur Einordnung: Ein Sieg gibt 100 Punkte.

Keinen Monat später sieht die Skiwelt wieder anders aus. Aber Hand aufs Herz: Hat man sich bei Swiss-Ski nie Sorgen gemacht? CEO Walter Reusser sagt: «Natürlich macht man sich Gedanken. Andererseits muss man Demut haben und den Respekt vor dem Gegner, um einzugestehen: ‹Die anderen arbeiten auch gut.›» Gleichzeitig sei man bei Swiss-Ski immer überzeugt gewesen, dass die eigene Arbeit nicht plötzlich in eine Sackgasse führe.
Reusser sagt: «Es ist nie Hektik aufgekommen, als es am Anfang in die andere Richtung ging. Trainer und Staff vertrauten ihrem Weg, im Wissen: ‹Es kommt schon gut!› Dass wir so ruhig geblieben sind, macht mich enorm stolz.» Nach dem Slalom von Adelboden beträgt der Vorsprung von Swiss-Ski auf den österreichischen Skiverband 135 Punkte. Zwar ist der Winter noch lang, das betont auch Reusser, doch die Tendenz stimmt. Auch dank Odermatt. Für die aktuell 4546 Punkte, die Swiss-Ski vereinigt, hat er 905 beigesteuert. Bei den Frauen ist Camille Rast mit 703 Punkten die fleissigste Sammlerin.

Selbst bei Swiss-Ski freut man sich allerdings über die Spannung im Nationencup. Reusser sagt: «Logisch ist es mir lieber, wenn wir oben stehen. Gleichzeitig ist das Duell mit Österreich einfach schön für den Sport.»



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