Wer wie Roger Brennwald im Herbst ein Tennisturnier austrägt, schreibt die Gästeliste besser mit Bleistift. Mal sagt einer kurzfristig ab, mal einer zu, weil das Jahr weniger erfolgreich war als erhofft. Wer letztlich wirklich bei den Swiss Indoors Basel auf dem Platz steht, entscheidet sich oft erst in den letzten Stunden vor Turnierbeginn. Es ist das immer gleiche Lied.
Diesmal aber ist es eine Jubelarie, weil am Freitag mit Novak Djokovic der erfolgreichste Spieler der Tennisgeschichte für eine Wildcard angefragt hat. Von 2009 bis 2011 spielte der Serbe jeweils in Basel, bei seiner Premiere gewann er im Final gegen Roger Federer , im Jahr darauf revanchierte sich Federer. 2011 unterlag Djokovic im Viertelfinal dem Japaner Kei Nishikori.
Djokovic hat 24 Grand-Slam-Titel gewonnen und führte die Weltrangliste während 428 Wochen an, beides Rekorde. Der inzwischen 39-Jährige kämpft um die Qualifikation für den Final der acht Jahresbesten in Turin. Derzeit liegt er im elften Rang. Weil Jannik Sinner seine Saison beendet hat, muss er zwei Positionen gutmachen, oder auf eine Absage hoffen.
Zwei solche trüben die Stimmung im Vorfeld des Turniers: Der Kanadier Félix Auger-Aliassime (ATP 5), 2022 und 2023 Sieger des Turniers, machte eine Knieverletzung geltend. Und bei Vorjahressieger Joao Fonseca (ATP 29) hatte sich seit längerem abgezeichnet, dass er in Basel wohl nicht aufschlagen wird. Der Brasilianer leidet an einer Bauchmuskelverletzung.



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