Für Stefan Küng ist die erste heisse Phase der Saison vorbei, bevor sie begonnen hat. Der 32-jährige Thurgauer stürzte beim Eintagesrennen Omloop Nieuwsblad in Belgien schwer. Dabei brach er sich den linken Oberschenkel, wie sein Team Tudor Pro Cycling mitteilte. Nach einer Nacht im Spital wurde er am Sonntag in die Schweiz überführt, wo er Anfang dieser Woche operiert werden soll.
Der folgenschwere Zwischenfall ereignete sich rund 50 Kilometer vor dem Zielort Gent, wo auch der Start erfolgt. Im Kopfsteinfplastersektor Kerkgate kam der Schweizer gemeinsam mit drei weiteren Fahrern zu Fall. Zwar konnte er zunächst wieder aufstehen, doch seine Haltung verriet sofort, dass sein Rennen zu Ende war – gekrümmt vor Schmerzen blieb er am Strassenrand stehen, ehe wenig später seine Aufgabe gemeldet wurde.
Am Abend vermeldete sein Team: Bruch des linken Oberschenkels. Aufgrund der Lage und Schwere der Fraktur sei eine Operation notwendig.
Traum vom Sieg bei Monument
Wie lange der 32-Jährige ausfällt, ist noch offen. Sicher ist, dass Küng die komplette Klassikersaison verpasst. Die Serie von Eintagesrennen mit Stationen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden beginnt Ende März. Nach zahlreichen Spitzenrängen hat sich Küng den Sieg bei einem der fünf Monumente des Radsports zum Ziel gesetzt.
2022 stand er bei Paris-Roubaix, 2024 bei der Flandern-Rundfahrt als Dritter auf dem Podest. Die beiden Rennen finden Anfang April an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden statt (5. April Flandern-Rundfahrt, 12. April Paris-Roubaix).
Glück im Unglück hatte Teamkollege Rick Pluimers. Er war fünf Kilometer vor dem Ziel gestürzt und schlug sich dabei die oberen Schneidezähne aus.


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