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Ski alpin

Wendy Holdener beim letzten Slalom des Winters auf dem Podest

Der letzte Slalom der Saison wird erneut zur Beute von Mikaela Shiffrin. Während die Amerikanerin vor dem Gewinn des Gesamtweltcups steht, fährt Wendy Holdener noch einmal auf das Podium.
Wendy Holdener strahlt zum Saisonabschluss in Hafjell als Zweite.
Bild: Keystone

Der 18. Februar 2026 markiert einen der bittersten Tage in der Karriere von Wendy Holdener. Im Olympia-Slalom in Cortina muss sie sich mit Rang 4 begnügen.

Die 32-jährige Schwyzerin braucht einige Tage, um diese Enttäuschung zu verdauen. Holdener hat ein Chaos im Kopf, weil ihre Gefühle immer wieder schwanken. Sie kämpft mit Motivationsproblemen, setzt sich neue Ziele. Dank ihres Umfelds findet sie zurück in die Spur und zur Freude.

Was ihr bei der Rückkehr in den Weltcup gelingt, ist beeindruckend: In Are fährt sie im ersten Rennen nach den Olympischen Spielen auf Rang 3. Es ist der zweite Podestplatz des Winters.

Beim Saisonfinal, bei dem sie zum 14. Mal in Folge dabei ist, steigert sich Holdener sogar nochmals und wird Zweite. «Die Saison so beenden zu können, ist cool», sagt sie nach dem Rennen gegenüber SRF.

Shiffrin vor Gewinn des Gesamtweltcups

Damit klassiert sich Holdener zum 41. Mal in ihrer Karriere auf einem Weltcup-Podest eines Slalomrennens. Einmal mehr steht ihr allerdings Mikaela Shiffrin vor der Sonne. 1,32 Sekunden beträgt der Vorsprung der US-Amerikanerin, die damit den 9. Slalom dieser Saison gewinnt. In zehn Rennen in dieser Disziplin war sie nie schlechter als Zweite. Insgesamt ist der 110. Weltcupsieg ihrer Karriere.

Grosse Siegerin: Mikaela Shiffrin triumphiert auch in Norwegen.
Bild: Keystone

Im Kampf um die grosse Kristallkugel hat Mikaela Shiffrin ihren Vorsprung gegenüber Emma Aicher (sie wird Dritte) von zuvor 45 auf 85 Punkte ausgebaut. Damit fällt die definitive Entscheidung im letzten Rennen, dem Riesenslalom am Mittwoch. Aicher muss diesen allerdings gewinnen, während Shiffrin keine Punkte holen dürfte. Shiffrin dürfte also aller Voraussicht nach zum sechsten Mal den Gesamtweltcup gewinnen.

Enttäuschung für Rast, Versöhnung für Meillard

Camille Rast, die in dieser Saison neun Podestplätze herausgefahren hat und im Slalom als einzige Fahrerin Shiffrin bezwingen konnte, kämpft mit Schmerzen in der Hüfte. In Are fuhr sie vor Wochenfrist für einmal nicht um einen Podestplatz mit, in Hafjell erging es ihr gleich. Nach Rang 9 zur Halbzeit konnte sie sich im zweiten Durchgang nicht steigern und belegt am Ende den 13. Platz.

Camille Rast muss zum Ende der Slalom-Saison eine Enttäuschung verdauen.
Bild: AP

Beim Saisonfinale darf sich jeweils nur die Top 15 über Weltcuppunkte freuen. Dazu gehört am Dienstag auch Mélanie Meillard, die am Ende 12. wird und eine komplizierte Saison versöhnlich abschliesst. Ausserhalb der Punkteränge klassiert sich eine der Aufsteigerinnen dieser Saison, Eliane Christen. Sie klassiert sich auf Rang 18.

In der Disziplinenwertung sieht es für die Schweiz erfreulich aus: Während Shiffrin deutlich gewinnt, werden Rast und Holdener Zweite und Dritte. Letztere nennt dies eine «schöne Belohnung» für die gesamte Saison. «Die Konstanz hatte ich definitiv.»

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