Als Sofia Goggia ins Ziel kommt, fliessen zunächst einmal die Tränen. Sie bückt sich und hält die Hände vors Gesicht. Auch wenn ihrer Konkurrentin für die kleine Kugel noch am Start steht, ist klar, die Italienerin holt sich den Gesamtsieg im Super-G. Die Fahrt von Alice Robinson konnte sie vom Leadersessel beobachten und erhielt bei deren siebten Zwischenrang die definitive Bestätigung.
Letzte Saison stemmte Lara Gut-Behrami noch die kleine Kugel des Super-G in die Höhe. Dreimal in Folge siegte die Tessinerin in dieser Disziplin. Aufgrund einer Verletzung anfangs Saison und damit dem Saisonende, musste in Kvitfjell ihre Nachfolgerin gesucht werden. Schon vor der Saison waren nur noch zwei Fahrerinnen im Rennen: Sofia Goggia und Alice Robinson.
An Sofia Goggia kommt an diesem Sonntagmittag niemand mehr vorbei. Das Podest komplettieren die beiden Deutschen Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher. Für letztere könnte der dritte Platz besonders bitter sein. Denn Aicher kämpft nach wie vor um den Gesamtweltcup. Dort lauert sie auf die Führende Mikaela Shiffrin. Der Deutschen fehlt nur ein Hundertstel, damit sie noch mehr punkten könnte.
Corinne Suter fährt auf das Podest
Von ihrem dritten Zwischenrang wird Aicher aber noch verdrängt. Dies, von niemand geringeres als Corinne Suter. Die Schwyzerin scheint ihre Topform wieder gefunden zu haben. Nach den Olympischen Spielen gewann sie in Soldeu die Abfahrt. Nun fährt sie beim Saisonfinal auf den zweiten Platz. Gerade Mal 32 Hundertstel fehlen ihr für den Sieg. Malorie Blanc komplettiert die Schweizer Nation am Final in dieser Disziplin und fährt dank Platz neun indie Top-10.
Mikaela Shiffrin geht in Kvitfjell zum dritten Mal beim Super G in dieser Saison an den Start. Damit sie punkten kann, hätte sie in die Top-15 fahren müssen. Die Amerikanerin klassiert sich jedoch nur auf dem 21. Platz und geht damit leer aus.
Zu feiern hatte im Ziel auch Ilka Stuhec. Als sie ins Ziel kommt, stehen ihre Familie und Freunde im Ziel mit Champagner und geben ihr eine Dusche. Die 35-jährige Slowenin hat nicht etwas das Rennen gewonnen, sondern mit diesem Rennen ihre Karriere beendet. Sie wurde Abfahrtsweltmeisterin von 2017 und 2019.


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