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Ski alpin

Shiffrin rückt die Slalomwelt wieder in Ordnung – Wendy Holdener auf Rang 5

Nach fünf Slalomsiegen in Serie stand ihr zuletzt Camille Rast vor der Sonne. Doch in Flachau schlägt Mikaela Shiffrin zurück und gewinnt das Nachtspektakel. Camille Rast wird Vierte, Wendy Holdener Fünfte.

Die ersten fünf Slaloms des Winters konnte Mikaela Shiffrin alle für sich entscheiden. Doch dann kam Camille Rast und brachte die Hierarchie ins Wanken. In Kranjska Gora siegte Rast zum Jahresbeginn vor Shiffrin und überreichte der US-Amerikanerin damit eine Denkaufgabe. Nachdem Shiffrin ihre Konkurrenz zu Beginn der Saison deklassiert hatte, war da plötzlich eine noch schneller als sie. Drohte im Slalom die Machtablösung?

Neun Tage später brachte Shiffrin die Welt, wie sie sich kennt, wieder in Ordnung. In Flachau siegte sie vor ihrer Landsfrau Paula Moltzan und der Österreicherin Katharina Truppe. Rast verlor als Vierte 67 Hundertstel.

Ein häufiges Szenario: Mikaela Shiffrin führt nach dem ersten Lauf eines Slaloms. Dann braucht sie die Innere Uhr, um abzuschätzen, wie viel Risiko noch nötig ist.
Bild: APA

Ist also alles wieder wie immer? Ganz so einfach ist das nicht. Den Tag vor dem Rennen in Flachau verbrachte Camille Rast mit leichtem Fieber im Bett. Auch am Renntag plagte sie ein Husten. «Im ersten Lauf bin ich gut gestartet, doch dann war die Energie plötzlich weg», sagte die Schweizerin.

Trotzdem fehlten Rast am Ende nur zwei Hundertstelsekunden für den Podestplatz. «Vierte ist auch gut», sagte sie gegenüber SRF und ergänzte: «Das gibt noch mehr Hunger für die nächsten Rennen.» Das darf man durchaus als Ansage verstehen. Rast hatte schon in der Vergangenheit betont, dass sie sich in der Lage fühle, mit Shiffrin nicht nur mitzuhalten, sondern sie selbst dann zu schlagen, wenn sich die US-Amerikanerin in Topform befinde. So war das Kranjska Gora und Camille Rast hielt Wort.

Es ist müssig zu spekulieren, ob eine gesunde Rast in Flachau gewonnen hätte. Fakt ist: Shiffrin ist angreifbar. Auch am Dienstag in Flachau brauchte es von ihr zwei sehr starke Läufe, um den Angriffen von Paula Moltzan zu trotzen. Am Ende tat Shiffrin das allerdings souverän und nahm Moltzan 41 Hundertstel ab. Für Shiffrin war es der 107. Sieg im Weltcup.

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Einen starken Auftritt zeigte auch Wendy Holdener. Vor einem Jahr hatte sie in Flachau hinter Siegerin Rast den zweiten Rang belegt und auch in diesem Jahr klassierte sie sich direkt hinter ihrer Teamkollegin. Vor einer Woche in Kranjska Gora stand Holdener zum ersten Mal in diesem Winter auf dem Podest. Und obwohl sie dieses in Flachau als Fünfte verpasste, war der der Auftritt gleichwohl ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Nach einem schwierigen Saisonstart findet sich die 32-Jährige zwischen den Slalomstangen immer besser zurecht. «Meine Sicherheit und die Fähigkeit, All-in zu gehen, baue ich mit jedem Lauf mehr auf», sagte sie.

Das Rennen im Livestream:

Der Liveticker zum Rennen:

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