Seit Wochen befindet sich Simon Ammann im Qualifikationsmodus. Der Weg an seine möglicherweise achten Olympischen Spiele, womit er international zu den Rekordhaltern Noriaki Kasai (Skispringen) und Claudia Pechstein (Eisschnelllauf) aufschliessen würde, erwies sich allerdings als übermässig steinig und Ammanns Leistungsniveau als ausgesprochen holprig. Nie konnte der 44-Jährige wirklich ein Zeichen setzen und entscheidende Argumente für sich sammeln. Das Duell um den dritten Platz im Olympiateam gegen den erst 19-jährigen Felix Trunz, der in diesem Winter seine ersten Weltcuppunkte sammelte, verlief stets im Gleichschritt.
Am Montag wird Swiss Olympic das selektionierte Skisprung-Trio verkünden. Simon Ammann wird nicht dabei sein, denn Verdienste für die Sportnation Schweiz sind nun mal kein Entscheidungskriterium. Unter Punkt 2 der Selektionsrichtlinien steht hingegen: «Athleten mit Medaillen- bzw. Diplompotenzial für die Winterspiele ab 2030. Sie sollen wichtige Erfahrungen im spezifischen Umfeld der Olympischen Spiele sammeln und persönliche Bestleistungen anstreben.»
Felix Trunz erfüllt diese Voraussetzungen. Deshalb erhält er den Vorzug gegenüber einem Helden der Schweizer Sportgeschichte. Aber das ist Schnee von gestern.



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