Granit Xhaka: «Manchmal provoziere ich, das brauche ich»
«Heute haben wir genau das von der Schweiz gesehen, das sie stark macht. Wir waren bereit, die dreckigen Läufe zu machen, denn Fussball ist nicht nur mit Ball, sondern eben auch ohne Ball. Und da waren wir heute richtig stark. Wir wussten, dass wir als Einheit auftreten müssen, denn die individuelle Klasse, die wir gewiss haben, reicht allein nicht. Heute haben die Joker den Unterschied gemacht, das freut mich für sie. Es gibt diese schönen Geschichten im Fussball. Man ist enttäuscht, wenn man nicht spielt. Aber dann braucht es Geduld und wenn man reinkommt, muss man bereit sein. Die Schweiz kann stolz sein, dass sie einen Spieler hat mit 148 Länderspielen. Das ist purer Stolz. Manchmal provoziere ich, das brauche ich. Es war in den letzten Tagen aber nicht immer einfach für mich. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das alles bei einem Ohr rein und beim anderen wieder rausgeht. Es tut weh und geht auch nicht einfach so an mir vorbei. Ich verstehe auch nicht alles, was geschrieben wurde. Aber ich kann nur das beeinflussen, was auf dem Platz ist. Und mir ist wichtig, dass ich weiss, dass die Mannschaft hinter mir steht.»
Manuel Akanji: «Wir haben angesprochen, was nicht gut war»
«Das Tor von Ruben (Vargas/Tor zum 2:0; Red.) haben wir vorausgeahnt. Wir sahen gestern das Tor des Kolumbiers Luis Diaz und ich sagte zu Ruben, das war kein Super-Schuss, aber genau so musst du schiessen. Und er hat den Ball sogar noch besser getroffen. Wir haben das Spiel dominiert, hatten unsere Möglichkeiten, aber wenn der letzte Pass nicht ankommt und wenn man manchmal den falschen Entscheid fällt, dann ist die Gefahr gross, dass man zu offensiv wird. Deshalb habe ich dem Team vor der zweiten Halbzeit gesagt, wir dürften den Kopf nicht verlieren, und dass auch ein Unentschieden gut sein könnte. Wir dürfen die defensive Basis nicht verlieren. Das haben wir sehr gut gemacht. Und dann haben die Einwechslungen den Unterschied gemacht. Bei einem Turnier braucht es alle. Wir brauchen den Teamspirit und den Zusammenhalt. Wir haben die Dinge angesprochen, welche nicht gut waren. Bei einem Turnier braucht es alle. Jetzt müssen im Training alle Gas geben, auch diejenigen, welche nicht viel spielen. Man weiss nie, wann die Chance kommt.»
Johan Manzambi: «Heute kann ich sicher nicht schlafen»
«Es ist wie ein Traum, zwei Tore zu schiessen und dann noch «Man of the Match» zu sein. Heute kann ich sicher nicht schlafen. Die Kritik nach dem Katar-Spiel war nicht unbedingt ein spezieller Antrieb für uns. Wir wollten einfach gewinnen. Wir waren nicht gut gegen Katar, wir wollten es dieses Mal besser machen. Wenn ich spiele, will ich Einfluss haben. Heute ist mir das gelungen, ich konnte der Mannschaft helfen. Der Zusammenhalt im Team ist immer gut. Im letzten Spiel waren die Fans nicht glücklich, aber wir konnten zeigen, dass wir immer zusammenhalten.»
Murat Yakin gegenüber SRF: «Manzambi muss man nicht viele Vorgaben mitgeben»
«Wichtig sind die drei Punkte, die wir uns hart erarbeiten mussten. Es hat vieles gepasst, die besprochene Taktik wurde umgesetzt. Wir haben Geduld bewiesen und im richtigen Moment zugestochen. Wir wussten, dass die «Cooling Breaks» ein taktisches Element sein können. Die Bosnier haben nach dem Unterbruch in der ersten Halbzeit auf Fünferabwehr umgestellt, danach hatten wir nicht mehr den Zugriff. Dafür haben wir nach der Pause auf den «Break» gewartet, um danach frische Kräfte bringen zu können. Manzambi? Ihm muss man nicht viele Vorgaben mitgeben, er ist ein Instinktfussballer. Deshalb darf er sich in der Offensive frei bewegen. Wichtig war heute auch, dass er mit Überzeugung in den Abschluss ging. Xhaka? Es war nicht angenehm für ihn. Er ist der Captain und er nimmt Verantwortung. Ich sagte ihm, er solle sich nicht verstellen und heute war er der Dirigent, so wie wir ihn kennen. Wichtig war, dass er seinen Fokus auf den Fussball richtete. So hat er das Team zum Erfolg geführt.»







Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.