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Enttäuschung für Stefan Küng, Remco Evenepoel zum vierten Mal in Folge Weltmeister

Remco Evenepoel ist zum vierten Mal in Folge Weltmeister im Zeitfahren. Stefan Küng verpasst die Medaillenränge als Sieber deutlich. Auch Stefan Bissegger enttäuscht.

Es hätte der Höhepunkt seiner starken Rückkehr werden sollen. Nach dem Oberschenkelbruch Ende Februar arbeitete Stefan Küng monatelang auf das WM-Zeitfahren in Montreal hin. Im August gewann er in Polen. Und sein Sieg im Zeitfahren der Spanien-Rundfahrt Anfang September nährte die Hoffnung, dass der 32-jährige rechtzeitig seine Bestform erreicht hatte.

Auf dem knapp 40 Kilometer langen und fast ebenen Parcours in Montreal drückte Küng alle Reserven aus sich heraus. Doch am Ende blieb ihm nur der Frust: Als Siebter war Küng gut, aber wieder einmal nicht gut genug. Zu seiner dritten Medaille nach Bronze 2020 und Silber 2022 fehlte ihm mehr als eine halbe Minute. Noch deutlicher geschlagen geben musste sich der zweite Schweizer: Stefan Bissegger, klassierte sich nur im 28. Rang.

Evenepoel zieht mit Cancellara gleich

Wie erwartet, dominierte Remco Evenepoel das Rennen nach Belieben. Er fuhr in jedem Abschnitt Bestzeit und distanzierte die Konkurrenz um 57 Sekunden und mehr. Silber holte der Italiener Filippo Ganna, Dritter der Franzose Paul Seixas. Der 19-Jährige verlor auf Evenepoel 1:13 Minuten.

Für den Belgier war es der vierte Weltmeistertitel in Folge. Damit zog er mit dem Deutschen Tony Martin und dem Schweizer Fabian Cancellara gleich, die im Zeitfahren ebenfalls viermal WM-Gold gewannen – allerdings nicht hintereinander. Am Samstag kann Doppel-Olympiasieger Evenepoel den nächsten historischen Meilenstein setzen: Noch nie gewann ein Fahrer bei derselben WM sowohl das Zeitfahren als auch das Strassenrennen.

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