
Der ehemalige Hockey-Nationalcoach gab am Mittwochabend sein erstes Fernsehinterview seit seiner Entlassung. In Telezürichs TalkTäglich sprach Fischer mit dem Journalisten zu Beginn darüber, wie es ihm in den Wochen und Monaten nach seiner Entlassung vom Schweizer Eishockeyverband erging und wie er zu seinem Verhalten steht. So weit, so bekannt.
Bis die Frage kam, wie er zur Zertifikatsfälschung von Fussball-Nati-Captain Granit Xhaka stehe. Ein Fall, der Parallelen zu seinem aufweist und kurz vor dem vergangenen Wochenende publik wurde.

«Es tut mir leid für Granit», so Fischers Antwort «Ich verstehe seine Gründe. Es ist sein Leben». Er habe, seit der Fall in den Medien war, keinen Kontakt zu Xhaka gehabt. «Ich glaube, Granit wird da durchkommen und seine Lehren daraus ziehen», kommentiert Fischer Granit Xhakas aktuelle Absenz in der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Er hoffe, dass der Captain wieder zurückkommen könne.
Sein eigenes Comeback an die Bande lässt Fischer vorerst offen: «Ich wollte sowieso eine Pause einlegen». Er wurde nach seinem Vergehen vier Jahre gesperrt, geht dagegen zurzeit aber vor Sportgericht vor.
Abschliessend appelliert der ehemalige Hockeytrainer: «Wir müssen etwas mehr vergeben, mehr Verständnis aufbringen.»
April 2026: Bruch mit dem Schweizer Eishockeyverband
Der ehemalige Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer besorgte sich im Jahr 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat, um trotz fehlender Impfung zu den Olympischen Winterspielen in Peking reisen zu können. Bereits 2023 wurde Fischer wegen Urkundenfälschung rechtskräftig verurteilt.
Öffentlich bekannt wurde der Fall jedoch erst im April 2026, nachdem Fischer einem SRF-Journalisten davon erzählt hatte. Daraufhin trennte sich der Schweizer Eishockeyverband am 15. April 2026 mit sofortiger Wirkung von ihm.
Vergangenes Wochenende wurde in diversen Berichten darüber spekuliert, dass auch der Fussballnationalspieler Granit Xhaka sich ohne Impfung ein Zertifikat besorgt haben soll.
Am Montagmorgen bestätigte der Kapitän der Schweizer Fussballmannschaft die Vorwürfe gegen ihn und entschuldigte sich bei seinen Fans auf den sozialen Medien. Die Luzerner Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall. Xhakas mutmasslicher Fehltritt rückte Fischers Fall wieder ins Rampenlicht. (val/watson)



Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.