Parathletics

Weiterhin ungeschlagen: Catherine Debrunner dominiert in Nottwil

Während Catherine Debrunner ihre beeindruckende Siegesserie mit zwei weiteren souveränen Triumphen über 400 und 5000 Meter fortsetzt, muss sich Marcel Hug erneut der starken chinesischen Konkurrenz geschlagen geben.
Grund zur Freude: Catherine Debrunner setzt ihre Siegesserie in Nottwil fort.
Bild: Tobias Lackner

Am zweiten Tag des Parathletic-Meetings in Nottwil überzeugten die Schweizer Rollstuhlsporter erneut vor heimischem Publikum. Bei optimalem Wetter in der Sport Arena Nottwil, wo sich über 450 Para-Leichtathleten aus 59 Ländern messen, untermauerte Catherine Debrunner ihre Favoritenstellung. Marcel Hug musste sich hingegen erneut starker chinesischer Konkurrenz beugen.

Nach ihren Erfolgen über 200 und 800 Meter am Vortag, legte Debrunner am Freitag nach und siegte auch über 400 sowie 5000 Meter deutlich. Trotz eines kleinen Patzers beim Start der 400-Meter-Distanz wegen Gegenwinds fand sie schnell ihren Rhythmus. Sie distanzierte die Konkurrenz klar und überquerte die Ziellinie nach 49,77 Sekunden – nur knapp über ihrem eigenen Weltrekord und fast vier Sekunden vor der Chinesin Hongzhuan Zhou.

Auch im taktisch geprägten 5000-Meter-Rennen der Klassen T53/54 wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht. Nach anfänglicher Führungsarbeit im Duo mit der US-Amerikanerin Tatyana McFadden zog Debrunner einen Kilometer vor dem Ziel das Tempo an. Sie löste sich mühelos vom Feld und feierte mit 13 Sekunden Vorsprung auf die Chinesin Zhaoqian Zhou einen überlegenen Sieg. Für die anstehenden Starts über 100 und 1500 Meter visiert sie weitere Siege an, wie die Veranstalter in einer Mitteilung am Freitag informieren.

Hug ringt mit chinesischer Übermacht

Weniger Rennglück hatte Marcel Hug über 5000 Meter. Wie schon am Vortag musste er dem Chinesen Hua Jin den Vortritt lassen, der fünf Runden vor Schluss unwiderstehlich antrat. Hug zeigte sich dennoch zufrieden, zollte Jins Ausdauer Respekt und blickt nun gespannt auf das morgige 1500-Meter-Rennen, in dem er seine Taktik «gut zurechtlegen» müsse. Da zwei weitere Chinesen in einer anderen Serie schneller waren, landete Hug am Ende erneut auf dem vierten Rang. (luz)

Marcel Hug musste über 5000 Meter dem starken Chinesen Hua Jin den Vortritt lassen.
Bild: Tobias Lackner

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