Nottwil

Ein Weltrekord und zwei Siege für Catherine Debrunner zum Auftakt der Parathletics

In Nottwil messen sich zwischen dem 21. und dem 23. Mai die besten Para-Leichtathleten. Die Schweiz startete mit grossen Erfolgen.

Die Schweizer Rollstuhl-Leichtathletik ist mit einem Paukenschlag in die Parathletics 2026 in Nottwil gestartet. Catherine Debrunner dominierte am Mittwoch gleich zwei Rennen und sorgte über 200 Meter für einen neuen Weltrekord. Marcel Hug musste sich über 800 Meter knapp geschlagen geben.

Catherine Debrunner knackte im 200-Meter-Rennen den Weltrekord.
Bild: zvg

Bei «perfekten Bedingungen» wurden am ersten Wettkampftag insgesamt fünf Weltrekorde erzielt. Mehr als 450 Athletinnen und Athleten aus aller Welt sind in Nottwil angetreten, wie es in einer Mitteilung der Veranstalter heisst. Die Parathletics dauern noch bis am 23. Mai.

Besonders im Fokus stand am ersten Wettkampftag Catherine Debrunner. Die Thurgauerin verbesserte über 200 Meter ihren eigenen Weltrekord aus dem Jahr 2022 um mehr als eine Sekunde auf 26,44 Sekunden. «Das Setup passte perfekt», lässt sich Debrunner in der Mitteilung zitieren. Die schnelle Bahn, das warme Wetter und die starke Konkurrenz hätten ideale Voraussetzungen geschaffen. Auch über 800 Meter liess Debrunner der Konkurrenz keine Chance. Mit 1:38,14 Minuten blieb sie deutlich unter ihrer angestrebten Marke von 1:40 Minuten.

Marcel Hug verpasst das Podest

Ebenfalls überzeugen konnten Alexandra Helbling aus Pfeffikon und Tanja Henseler aus Sempach. Beide belegten über 200 Meter Rang drei in ihren Kategorien. Henseler stellte dabei in der Klasse T34 einen neuen Schweizer Rekord auf.

Marcel Hug beim 800-Meter-Rennen.
Bild: zvg

Für Marcel Hug verlief der Auftakt etwas weniger erfolgreich. Nach seinem Weltrekord über zehn Kilometer in Arbon hatte der Thurgauer auch in Nottwil hohe Ziele. Über 800 Meter bestimmte er das Rennen lange Zeit, wurde auf den letzten Metern aber noch vom Chinesen Hua Jin abgefangen. Weil zudem eine frühere Serie schneller war, klassierte sich Hug am Ende auf Rang vier. Nun will der 39-Jährige den Fokus auf die Rennen über 1500 und 5000 Meter richten. (sfr)

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