notifications
Olympische Spiele

Kein zweites Skisprung-Märchen: Gregor Deschwanden verpasst auf der Grossschanze die Top Ten

Kein Schweizer Abend auf der Grossschanze in Predazzo: Gregor Deschwanden springt auf Rang 13, die anderen beiden Schweizer verpassen die Top 20. Der Sieg geht an den Saisondominatoren Domen Prevc aus Slowenien.
Gregor Deschwanden: Schon im ersten Durchgang muss er seine Medaillenhoffnungen begraben.
Bild: HANNIBAL HANSCHKE/key

Nach seinem Bronzemedaillen-Gewinn von der Normalschanze war die Hoffnung gross, dass Gregor Deschwanden am Samstagabend auch von der Grossschanze brilliert. Doch der Luzerner musste seine Hoffnungen auf einen weiteren Sprung aufs olympische Podest schon nach dem ersten Durchgang begraben. Mit zwei soliden, aber eben nicht überragenden Flügen reichte es ihm in der Endabrechnung auf Rang 13. Nach dem ersten Sprung hatte er Platz 14 belegt.

Domen Prevc behält die Nerven

Der Japaner Ren Nikaido, der auf der Normalschanze ex aequo mit Deschwanden Bronze gewonnen hatte, konnte hingegen den Rhythmus mit auf die grössere Schanze nehmen und legte im ersten Durchgang mit 140 Metern vor. So setzte er sich um sieben Punkte vor den Saisondominatoren Domen Prevc. Der Slowene aber schaffte es tatsächlich, diese Hypothek im zweiten Durchgang wettzumachen mit einem Sprung auf 141,5 Meter. Dritter wurde der olympische Überraschungsmann Kacper Tomasiak. Der Pole hatte auf der Normalschanze Silber gewonnen.

Eine Enttäuschung war das Springen für die beiden anderen Schweizer. Felix Trunz konnte sich mit Platz 38 nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Und Sandro Hauswirth gelang der zweite Sprung nicht wie gewünscht, wurde vom 20. noch auf den 28. Platz zurückgereicht. «Es ist nicht das, was ich mir für Olympia vorgenommen hatte», sagte er am Ende auf SRF. Dennoch sei er stolz auf seinen Weg, den er in dieser Saison gemacht habe.

«Im Teamevent kann alles passieren»

Deschwanden schaute nach dem Springen schon nach vorne auf den Super-Teamevent vom Montag, wo auch die Schweizer ein Zweierteam stellen. Für die Trainer geht es nun darum, die zwei Athleten zu selektionieren. An Deschwanden führt nichts vorbei. Trunz und Hauswirth werden den zweiten Startplatz unter sich ausmachen. Die Trainingssprünge sprechen tendenziell für Trunz, das Ergebnis von der Grossschanze für Hauswirth.

Die Chancen auf eine weitere Skisprungmedaille seien jedenfalls intakt, sagt Deschwanden: «Im Teamevent kann alles passieren.»

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)