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Eishockey

Grosse Sorge um Kevin Fiala: Verletzungen überschatten Schweizer 1:5 gegen Kanada

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft verliert am olympischen Turnier gegen den Topfavoriten Kanada. Das Team von Trainer Patrick Fischer unterliegt mit 1:5.
Kevin Fiala muss kurz vor Schluss unter grossen Schmerzen vom Eis getragen werden.
Bild: Keystone

Es war nicht so, dass die Kanadier um vier Tore besser waren. In der 47. Minute traf Nino Niederreiter die Latte, die Schweizer drückten auf das 2:3, kurz darauf erhöhten die Kanadier durch Sidney Crosby auf 4:1 (48.). Das war der Unterschied: Die Nordamerikaner agierten effizienter, was angesichts der individuellen Klasse nicht erstaunlich war.

Die Führung erzielte der Rekord-Olympiasieger in der 6. Minute im Powerplay. Nathan MacKinnon spielte einen herrlichen Querpass zu Connor McDavid, der soliden Goalie Akira Schmid in der nahen Ecke erwischte. Auch die Schweizer trafen in Überzahl zum 1:2: Pius Suter stand in der 13. Minute goldrichtig, nachdem der kanadische Keeper Logan Thompson einen Schuss von Sven Andrighetto an die Latte gelenkt hatte.

In der 25. Minute brachte der 19-jährige Macklin Celebrini die Kanadier wieder mit zwei Toren in Führung. Das 5:1 (44.) schoss MacKinnon. Die Vorarbeit leistete McDavid, der sich auch beim 2:0 von Thomas Harley (11.) einen Assist gutschreiben liess. McDavid, der aktuelle Topskorer in dieser Saison in der NHL, verzeichnete schon beim 5:0 gegen Tschechien im ersten Spiel drei Skorerpunkt (drei Assists).

Torhüter Akira Schmid muss sich gleich fünf Mal geschlagen geben.
Bild: Keystone

Die Schweizer verloren nicht nur die Partie deutlich, sie bekundeten auch Verletzungspech. In der 58. Minute ging Kevin Fiala nach einem Check von Tom Wilson zu Boden und musste mit der Bahre vom Eis gebracht werden. Er hat sich schwer am linken Bein verletzt. Für ihn – das wurde im Verlaufe der Nacht bekannt – sind die Olympischen Spiele beendet. Im ersten Drittel waren schon Verteidiger Andrea Glauser (nach einem harten Check von McDavid) und Center Denis Malgin verletzt ausgeschieden.

Die Schweizer hätten gegen das kanadische Starensemble eine perfekte Leistung gebraucht, um eine Chance zu haben, sie leisteten sich jedoch zu viele Fehler, was auch daran lag, dass sie immer wieder mächtig unter Druck gesetzt wurden. Das Schussverhältnis lautete 39:25 zugunsten der Nordamerikaner.

Während die Kanadier nach dem zweiten Sieg als Sieger der Gruppe A feststehen und damit fix für die Viertelfinals qualifiziert sind, müssen die Schweizer nach der klaren Niederlage wohl den Umweg über die Achtelfinals nehmen. Der letzte Gegner in der Vorrunde ist am Sonntag um 12.10 Uhr Tschechien. (sda)

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