Erst letzten Donnerstag wurde Mauro Lustrinelli noch von den Thuner Fans lautstark gefeiert. Das völlig zurecht: Der 50-Jährige transformierte den FC Thun als Aufsteiger in kurzer Zeit zum Topteam und marschierte unaufhaltsam in Richtung Titel. Kein Wunder also, dass so ein Kunststück die Aufmerksamkeit grösserer Vereine auf den Tessiner lenkt.
Nun berichteten der Transferexperte Florian Plettenberg, der Sky-Reporter Dennis Bayer und das Fachmagazin kicker übereinstimmend, dass Lustrinelli der Top-Kandidat für den Trainerposten eines Bundesliga-Klubs sei. Momentan ist nämlich der Trainerstuhl von Union Berlin vakant. Marie-Louise Eta übernahm bei den Eisernen nach der Entlassung von Steffen Baumgart im April interimistisch und schrieb damit als erste Cheftrainerin der Bundesliga Geschichte. Künftig wird sie aber das Frauenteam der Köpenicker übernehmen, wodurch ihr Posten frei wird.
Gemäss Plettenberg seien Präsident Dirk Zingler und Geschäftsführer Horst Heldt bereits in «fortgeschrittenen Gesprächen» mit dem Thuner Erfolgstrainer. Dabei ist Union Berlin bei weitem nicht der einzige Verein, der Interesse an Lustrinelli zeigt: Offenbar seien weitere Bundesliga-Klubs sowie auch Vereine aus der Serie A an ihm dran. Falls sich diese Anzeichen bestätigen, dann wäre Lustrinelli nach Urs Fischer der zweite Schweizer an der Seitenlinie der Alten Försterei. Lustrinelli selbst äusserte sich über seine Zukunft zuletzt zurückhaltend. Er wäre nach André Breitenreiter 2022 der nächste Meistertrainer, der danach in die Bundesliga wechseln würde. Breitenreiter wechselte damals vom FC Zürich zur TSG Hoffenheim.



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