
Die Kristallkugeln in der Abfahrt, dem Super-G und im Riesenslalom liegen für Marco Odermatt bereit. Und dadurch auch die grosse Kugel für den Gesamtweltcup. Der Nidwaldner staubt bei der ersten Möglichkeit gleich zwei Kugeln ab.
Weil der letzte verbleibende Konkurrent in der Abfahrt, Franjo von Allmen, ausscheidet, hat Odermatt den Disziplinensieg schon vor seinem Start auf sicher. Danach überquert er als Dritter die Ziellinie. Das ist auch der definitive Sieg im Gesamtweltcup. Es ist der fünfte Triumph in Folge.

«Das ist unglaublich», sagt ein glücklicher Odermatt direkt nach dem Rennen ins SRF-Mikrofon. So etwas sei nicht planbar und man könne sich das auch nicht wünschen als kleiner Bub, fügt er an. «Es muss immer sehr viel zusammenpassen». Odermatt sagt auch, dass er stolz sei auf die Konstanz, die er auch in dieser Saison wieder zeigen konnte. Nur einmal scheidet er in dieser Saison aus.
Emotional berühren ihn die Siege im Riesenslalom von Adelboden und in der Abfahrt von Wengen am meisten, sagt er. In der Abfahrt von Kitzbühel wurde er Zweiter. Um nur 7 Hundertstel verpasste er den Sieg, eines der Saisonziele. Nach diesem Rennen sagte Odermatt: «Ich fühle mich ein wenig blöd, wenn ich hier nach einem zweiten Platz enttäuscht bin und das vor Kollegen, die bisher viel weniger erreicht haben als ich. Von ihnen getröstet zu werden, fühlt sich nicht richtig an.» Dennoch ist er am Ende der Saison der Grösste. Mit Abstand.
Mit seinem fünften Sieg im Gesamtweltcup steigt der 28-Jährige zum erfolgreichsten Schweizer Skifahrer aller Zeiten auf. Damit überholt er Pirmin Zurbriggen, der von zwischen 1984 und 1990 den Gesamtweltcup viermol gewinnen konnte.


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