Formel 1

Antonelli zieht Richtung WM-Titel – und profitiert in Madrid vom Rennverlauf

Lando Norris ist in Madrid lange auf Siegkurs. Doch eine Virtual-Safety-Car-Phase spielt Kimi Antonelli in die Karten. Der WM-Leader feiert seinen achten Saisonsieg und baut seinen Vorsprung weiter aus.

Kimi Antonelli eilt weiter mit grossen Schritten dem WM-Titel entgegen. Der Mercedes-Pilot triumphierte beim Grossen Preis von Spanien auf dem neuen Madring und hatte dabei Rennglück: Eine für ihn sehr günstige Virtual-Safety-Car-Phase nutzte der Italiener eiskalt aus. So jubelte Antonelli am Ende über seinen bereits achten Saisonsieg im 14. Rennen. Der 20-Jährige landete vor Max Verstappen im Red Bull und Lando Norris im McLaren. George Russell im zweiten Mercedes wurde Fünfter hinter Charles Leclerc (Ferrari). Antonelli liegt jetzt 81 Punkte vor Russell.

Bitter verlief das Rennen für Norris: Der Weltmeister lag zu Beginn klar auf Siegkurs, doch als das virtuelle Safety Car ausgerufen wurde, war Norris gerade an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren. Alle anderen wechselten in dieser Phase die Reifen, Norris fiel dadurch zurück. «Es ist gut, zu gewinnen, aber es fühlt sich nicht so super an, weil der Sieg eigentlich Lando gehört hätte», sagte Antonelli. «Aber wir nehmen es natürlich.» Zu diesem Zeitpunkt war Lewis Hamilton bereits ausgeschieden. Der Rekordweltmeister musste seinen Ferrari aufgrund technischer Probleme mit der Bremse abstellen.

Verstappen hadert mit Rennleitung

Polesetter Norris hatte einen sehr guten Start erwischt und fuhr als Führender in die erste Kurve. Hinter ihm ging es turbulent zu. Antonelli, Verstappen und Hamilton lieferten sich packende Zweikämpfe. Zunächst überholte Verstappen Antonelli und war kurzzeitig Zweiter. Doch die Rennleitung entschied, dass der Niederländer seine Position wegen eines harten Manövers an den auf Platz vier fahrenden Hamilton zurückgeben müsse.

«Was soll das?», funkte Verstappen wütend – doch es half nicht. Von der Entscheidung profitierte Antonelli, der so ohne Probleme an Verstappen vorbeikam. Und wenig später durfte sich der Italiener erneut freuen, als Lance Stroll ausrollte und das virtuelle Safety Car ausgerufen wurde.

Norris war danach der Schnellste im Feld und kämpfte sich wieder an die Spitzengruppe heran. In Führung lag derweil Leclerc, der auf harten Reifen gestartet war und seinen Boxenstopp lange hinauszögerte. «Wofür machen wir das? Was ist der Plan?», funkte Leclerc an die Box. Die Ferrari-Strategen antworteten, dass sie auf eine Safety-Car-Phase hofften. Doch der Plan ging nicht auf.

Erst als Leclerc in der 48. Runde an die Box kam, übernahm Antonelli die Führung. Verstappen folgte knapp dahinter, musste sich aber vor allem gegen Norris verteidigen und hatte kaum Gelegenheit, Antonelli anzugreifen. Leclerc kam als Vierter zurück auf die Strecke. Die Lokalmatadoren Fernando Alonso und Carlos Sainz hatten mit der Entscheidung wie erwartet nichts zu tun. Sie blieben ohne Punkte. (sid)

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