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Das gab zu reden: Manzambis Einstand, Ndoyes Blut, Ajetis Spitze und Kollers Befreiung

Johan Manzambi steht erstmals für Aston Villa auf dem Platz und Albian Ajeti ist Luganos neuer Super-Joker und Marcel Koller verwandelt den FC Zürich.

Manzambis Debüt und Ndoye mit blutiger Nase

Ob er noch vor der Länderspiel-Pause (ab 21. September) erstmals für seinen neuen Klub Aston Villa auflaufen wird, war lange Zeit fraglich. Rückblende: Vor dem WM-Achtelfinal gegen Kolumbien zog sich Johan Manzambi eine Knieprellung zu. Zu diesem Zeitpunkt war zwar klar, dass der Shootingstar dem SC Freiburg entwachsen ist. Aber wo es den Genfer hinziehen wird, war noch offen.

Aston Villa gewann schliesslich das Bieterverfahren. 60 Millionen Euro bezahlte der Klub aus Birmingham. Und nun durften ihn die Fans am Samstag erstmals bestaunen. Nach einer guten Stunde wird Manzambi beim Stand von 0:1 gegen Nottingham eingewechselt. Von der Bank aus sieht er zunächst, wie Nati-Kumpel Dan Ndoye in der ersten Halbzeit von einem Mitspieler mit dem Arm im Gesicht getroffen wird und sich eine blutige Nase holt.

Trotzdem hält Ndoye bis zur 75. Minute durch und kann am Schluss über einen 2:1-Auswärtssieg jubeln. Bei Nottinghams Siegtreffer in der 88. Minute durch Igor Jesus sieht Manzambi nicht allzu glücklich aus, weil er den Vorlagengeber zu lasch attackiert.

Selbst nach dem Comeback bleibt es fraglich, ob Aston Villa die Zustimmung geben wird, dass Manzambi am 21. September zur Nati einrücken darf. Für die Engländer ist der schlechte Saisonstart mit nur einem Punkt aus vier Spielen neben der Sorge um die Gesundheit Manzambis ein weiteres Argument gegen einen Nati-Einsatz.

Albian Ajeti: Eine kleine Spitze gegen Lichtsteiner

Ganz so schlecht, wie das seine Bilanz beim FC Basel suggeriert, ist er offensichtlich doch nicht. In fünf Partien kam Albian Ajeti bei seinem Stammklub nur zu zwei Einsätzen als Joker (0 Tore). Und da sein Trainer beim FCB, Stephan Lichtsteiner, den 29-Jährigen zuletzt nicht mal mehr ins Aufgebot nahm, weil er Leistungsbereitschaft und Physis beim Stürmer bemängelte, wurde er an Lugano ausgeliehen.

Im Tessin ist Ajeti bislang in jedem der drei Spiele zum Einsatz gekommen. Und das mit Erfolg. Gegen Servette erzielt er den Siegtreffer. Und gegen YB am vergangenen Samstag den 2:2-Ausgleich, womit Lugano bei einem Spiel weniger weiterhin drei Punkte Vorsprung auf die Berner hat. Nach dem Top-Spiel der Runde sagt Ajeti: «Wir nehmen den Punkt mit. Auch wenn wir über das ganze Spiel die bessere Mannschaft waren. Ich bin fit und hungrig.» Und auf den FCB angesprochen meint er: «Ich wünsche dem Verein, vor allem den Fans und meinen ehemaligen Mitspielern, alles Gute.» Den inzwischen entlassenen Lichtsteiner erwähnt er nicht.

Marcel Koller: Darum ist er doch kein Thema

Trotz einem 2:2 war das Derby für den FC Zürich vor Wochenfrist ernüchternd. Schliesslich war es GC, das zwei Punkte verloren hat. Aber dass es noch schlechter geht, zeigt der FCZ gegen Aufsteiger Vaduz. Die Lichtensteiner dominieren, gehen früh durch Monsberger in Führung und könnten das Spiel mit etwas mehr Präzision und Überzeugung bis zur Spielhälfte entscheiden. Denn die Zürcher liefern eine erste Halbzeit ab, die Miguel Reichmuth schlicht als katastrophal bezeichnet. Der Mittelfeldspieler selbst ist es, der erst in der 34. Minute mit einem Distanzschuss erstmals für erhöhten Puls bei Vaduz-Keeper Büchel sorgt.

Es ist unterirdisch, was der FCZ bis zur Pause bietet. Und man fragt sich: Wird Trainer Marcel Koller zum Thema, wenn man gegen Vaduz verliert? Das Gedankenspiel ist von kurzer Dauer. Der FCZ schraubt nach der Pause die Drehzahl merklich noch oben. Und nun sind es die Vaduzer, die wie paralysiert wirken.

Keny (55.) ist es, der die formidable Vorarbeit von Reichmuth und Emmanuel zum 1:1 abschliesst. Kurz darauf trifft Comenencia mit einem furiosen Distanzschuss nur die Latte und vepasst Keny mit dem Kopf das 2:1 nur knapp. Dieses besorgt Umeh Emmanuel – der beste Spieler auf dem Platz – mit einem traumhaften Schlenzer in der Nachspielzeit.

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