
Die grossen Skiverbände rund um Swiss-Ski gewinnen den Machtkampf gegen Johan Eliasch. Mit dem Liechtensteiner Alexander Ospelt wird der von ihnen propagierte Kandidat äusserst knapp als neuer FIS-Präsident gewählt.
Swiss-Ski reagiert in einer ersten Stellungnahme zufrieden: «Wir gratulieren Alexander Ospelt herzlich zur Wahl und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Der Wahlkampf hat die internationalen Beziehungen spürbar gestärkt – wir sind als Schneesportfamilie enger zusammengerückt und haben zu einem neuen Miteinander gefunden», lässt sich Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun zitieren.
Unter Eliasch ist ein Machtkampf entbrannt. Die grossen Skiverbände – unter anderem aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich – drohten gar, eine eigene Rennserie zu gründen, sollte Eliasch die Wiederwahl schaffen.
Die Kritik an Eliasch nahm in den vergangenen Wochen immer weiter zu. Insbesondere, weil der Internationale Skiverband unter der Führung des Multimilliardärs in finanzielle Schieflage geraten sein soll.
«Nun richten wir den Blick nach vorne. Wir freuen uns darauf, unsere Sportarten gemeinsam mit allen FIS-Nationen engagiert weiterzuentwickeln – partnerschaftlich, nachhaltig und mit klarem Fokus auf die Athletinnen und Athleten. Swiss-Ski wird diesen Weg aktiv mitgestalten und zum Zusammenhalt in der FIS beitragen», sagt Barandun.
Der Widerstand gegen Eliasch wuchs
Ospelt setzte sich bei der Wahl im Rahmen des FIS-Kongresses in Belgrad mit 65 zu 64 Stimmen gegen Amtsinhaber Eliasch durch und übernimmt bereits am Freitag die Geschäfte des abtretenden Präsidenten. «Ich will mich bei allen für das Vertrauen bedanken. Ich akzeptiere die Wahl. Aber lasst uns die Reise jetzt gemeinsam machen», sagte der 58-Jährige in einer ersten Reaktion.

Mit der Wahl von Ospelt öffnet sich auch die Türe für Urs Lehmann wieder. Der ehemalige Präsident von Swiss-Ski war vergangene Woche als CEO des Weltverbandes zurückgetreten. Nun könnte er unter Ospelt in gleicher Funktion zur FIS zurückkehren.
Mehr folgt ...


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