
Was wir letzte Woche andeuteten, ist nun definitiv: Kévin Bonnefoi verlässt den HC Kriens-Luzern trotz Vertrags bis 2027 vorzeitig und wird sich im Sommer Tremblay Handball anschliessen. Der 34-jährige Franzose steht seit 2023 im Krienser Kader, nun kommt es zum vorzeitigen Abgang. «Keke hat viel Professionalität in unsere Mannschaft gebracht. Wir hatten drei tolle Jahre,», sagt Sportchef Nik Tominec. Mit Bonnefoi als Stammkeeper errang man 2024 den Vizemeistertitel, gewann 2025 den Cup und sorgte auch in der European League für Furore (Top 12).
Weshalb kommt es also zur vorzeitigen Trennung? Mit den Leistungen Bonnefois war Kriens-Luzern in der Rückrunde der letzten Saison und auch in der Vorrunde der aktuellen Spielzeit nicht zufrieden. Im Oktober 2025 teilte Tominec dem Torhüter mit, dass man nicht mehr mit ihm plane, im Januar 2026 vermeldeten die Krienser den Zuzug von Keeper Kristian Pilipovic per Sommer 2026 als designierte neue Nummer eins. Die Vorgehensweise enttäuschte Bonnefoi, seine Gestik vermittelte zuweilen Frust gegenüber Team und Staff. Fakt ist aber auch: Mit der Wut im Bauch steigerte er sich auf dem Platz seit Februar massiv.
Kriens-Luzern hätte ihn gerne gehalten
Im März kam es deshalb wieder zu Gesprächen. Ein Verbleib Bonnefois war wieder eine Option, auch weil Ersatzkeeper Jannis Scheidiger weiterhin nicht auf Touren kommt und im Sommer an den HSC Suhr Aarau ausgeliehen wird, sollte dieser den Klassenerhalt schaffen. Bonnefoi aber bat um Vertragsauflösung, weil er in seine Heimat zurückkehren möchte: «Meine Verhandlungen mit anderen Vereinen waren bereits angelaufen und weit fortgeschritten. Ich bin ein loyaler Mensch und konnte meine Verpflichtungen nicht einfach zurücknehmen», erklärt Bonnefoi.
Letztlich kommt es zu einer einvernehmlichen Trennung, Bonnefoi wechselt nächste Saison nach Paris zur aktuellen Nummer sechs der französischen Liga. Sein Fokus liegt nun aber weiterhin voll auf dem HCKL, der am Sonntag gegen Pfadi Winterthur in den Playoff-Halbfinal startet (17 Uhr, Pilatus Arena). «An meinem Engagement hat sich nichts geändert. Ich bin professionell geblieben, so wie ich es immer bin», versichert Bonnefoi und er führt aus: «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Zeit in Kriens. Nun noch die Meisterschaft zu gewinnen, bevor ich gehe, wäre für mich der beste Abschluss dieses Kapitels.»




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