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Die Grasshoppers entlassen Trainer Peter Zeidler

Die Grasshoppers trennen sich nach knapp fünf Monaten von Trainer Peter Zeidler. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

Zum Verhängnis wurden Zeidler die letzten zwei Partien in der Super League. Innerhalb weniger Tage kassierte sein Team am letzten Dienstag gegen den FC Sion (2:5) und am Samstag in Luzern (1:5) zehn Tore. «Nach eingehender Analyse der aktuellen sportlichen Situation» habe man sich zu einem Wechsel auf der Position des Cheftrainers entschieden, teilte der Zürcher Klub in seiner Mitteilung mit.

Zeidler war Anfang Mai vom damaligen Sportchef Alain Sutter, ein Weggefährte erfolgreicher Zeiten beim FC St. Gallen, nach Niederhasli geholt worden. Der angestrebte Klassenerhalt gelang in der Barrage gegen den FC Aarau. Doch die noch junge aktuelle Saison verläuft mit mehr Tiefs als Hochs. In der Super League gab es im ersten Viertel nur zwei Siege, die Reserve auf das Schlusslicht Lausanne-Sport beträgt lediglich zwei Punkte.

Das Zwischenhoch Anfang Monat mit sieben Punkten aus drei Spielen und nur zwei Gegentoren war von kurzer Dauer. Das offensiv ausgerichtete System von Zeidler brach in den folgenden Spielen spektakulär und unerwartet zusammen. Gegen den FC Sion kassierte GC in den letzten 30 Minuten vier Tore und gegen Luzern startete es mit zwei Gegentreffern in gut acht Minuten in die Partie.

Pavlovic und Gashi übernehmen vorerst

Für Zeidler, einst der dienstälteste Trainer der Super League, ging damit auch das dritte Engagement seit seit seinem Weggang von St. Gallen früh zu Ende. Beim Bundesligisten Bochum wurde er nach acht Spielen entlassen, bei Lausanne-Sport nach neun Monaten. In St. Gallen stand er zwischen 2018 und 2024 bei 242 Partien ans der Seitenlinie.

Bei GC sprach neben der miserablen Defensive (24 Gegentore in 9 Spielen) auch der Besitzerwechsel von Ende Juni mit der darauf folgenden Entlassung von Alain Sutter gegen Zeidler. Mit ihm verlor der Coach seinen wichtigsten Fürsprecher. Einen Nachfolger wird GC «zeitnah» präsentieren. Es wird der sechste Coach seit Juli 2023 sein. Bis dahin übernehmen die Assistenztrainer Daniel Pavlovic und Shkelzen Gashi die Leitung der Trainings.

Drei Wochen ohne Spiel

GC, nach dem FC Basel der zweite Super-League-Klub, der seinen Trainer in dieser Saison entliess, spielt wegen der Länderspiel-Pause erst am 11. Oktober (daheim gegen YB) das nächste Mal und hat damit knapp drei Wochen Zeit, um einen Trainer zu finden, ohne dass die Vakanz einen grossen Einfluss hat. In den letzten zehn Jahren blieben nur Pierluigi Tami (2015/16) und Giorgio Contini (2021/22 und 2022/23) mindestens eine komplette Saison im Amt. (sda)

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