15 Medaillen (7 x Gold, 2 x Silber, 6 x Bronze) hat die Schweizer Delegation an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking geholt. Wer folgt auf Beat Feuz, Lara Gut-Behrami oder Michelle Gisin? Wir haben die Übersicht über alle Medaillengewinnerinnen und -gewinner aus der Schweiz.
Franjo von Allmen, Ski alpin (Abfahrt): Gold

Mit dem Abfahrtssieg in Bormio geht die erste Entscheidung an den Olympischen Spielen zugunsten der Schweiz aus. Für von Allmen ist der Triumph in der «Königsdisziplin» besonders bedeutsam: Es ist seine erste Olympia-Medaille – und dann gleich Gold.
Dank seines Erfolges reiht sich von Allmen als fünfter Schweizer Abfahrts-Olympiasieger ein. Vor ihm gewannen Bernhard Russi (1972), Pirmin Zurbriggen (1988), Didier Défago (2010) und Beat Feuz (2022).
Mathilde Gremaud, Ski Freestyle (Slopestyle): Gold
Am dritten Tag gibt es die zweite Medaille für die Schweizer Delegation. Dafür verantwortlich ist die 26-jährige Freiburgerin Mathilde Gremaud. Sie holt im Slopestyle die Goldmedaille und verteidigt ihren Titel von Peking.

Damit setzte sich Gremaud gegen die Chinesin Eileen Gu durch, die den zweiten Rang belegte. Da Gu im dritten Lauf gestürzt war, stand bereits vor Gremauds letztem Lauf fest, dass diese die Goldmedaille gewinnen würde.
von Allmen/Nef und Odermatt/Meillard, Ski Alpin (Teamkombination Männer): Gold und Silber
Kurz nach Mathilde Gremauds Triumph schlagen auch die Männer in der Teamkombination zu. Nach einem packenden Slalomlauf stehen gleich zwei Schweizer Teams auf dem Podest. Franjo von Allmen und Tanguy Nef sichern sich souverän die Goldmedaille. Nef zeigt eine entfesselte Fahrt, nachdem von Allmen in der Abfahrt «nur» auf Zwischenrang vier gefahren war. Von Allem ist damit Doppel-Olympiagold-Gewinner. Kein Schweizer Mann hat dies vor ihm an Olympischen Winterspielen erreicht.

Den zweiten Rang teilen sich Marco Odermatt und Loïc Meillard mit den Österreichern. Vincent Kriechmayr und Manuel Feller erzielen exakt die gleiche Zeit, wie die beiden Schweizer (+0.99). Zu den grossen Verlierern des zweiten Laufs zählen Alexis Monney und Daniel Yule. Die beiden hatten nach einer starken Abfahrt von Monney noch Zwischenrang zwei belegt, am Ende müssen sich die beiden jedoch mit Rang 13 zufriedengeben.
Gregor Deschwanden, Skispringen Normalschwanze: Bronze

Punktgleich mit dem Japaner Ren Nikaido holt der Innerschweizer Gregor Deschwanden sensationell die Bronzemedaille von der Normalschanze. Nach dem ersten Durchgang lag Deschwanden auf Rang 4, ehe er sich mit Schanzenrekord noch aufs Podest verbesserte. Der 34-Jährige ist erst der dritte Schweizer Medaillengewinner im Skispringen nach Simon Ammann (2002 und 2010 je Doppel-Gold) und Walter Steiner (Silber 1972 in Sapporo).

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