
Den 2:0-Sieg von YB am Samstag gegen St.Gallen erlebte der Berner Trainer Gerardo Seoane statt im Stadion zuhause. Eine akute Entzündung des Gleichgewichtsnervs hatte ihn ausser Gefecht gesetzt. «Ich habe fast mehr gelitten als auf der Trainerbank, weil ich nur Zuschauer war und weniger Einfluss nehmen konnte», sagte er über die ungewohnte Rolle am vergangenen Samstag.
Mittlerweile geht es Seoane wieder so gut, dass er am Dienstag zurück zur Mannschaft konnte. Er habe sich gut erholen können, schilderte der 47-Jährige im Klub-TV. «Ich bin aber noch nicht bei hundert Prozent, der Körper hat etwas durchgemacht. Ich verspüre noch leichte Nachwehen.»
Die Fehlfunktion des Nervs kam plötzlich und äusserte sich in extremer Übelkeit und Schwindelgefühlen. «Es war mir nicht mehr möglich, zu stehen», sagte Seoane. Der betroffene Nerv ist unter anderem für die Koordination und die Orientierung im Raum zuständig. Im Notfall des Spitals, das er umgehend aufgesucht habe, habe relativ schnell die Diagnose gestellt werden können.
Ganz ausgestanden ist die Entzündung nicht. Er werde sich deshalb in den kommenden Wochen noch ein wenig zurücknehmen, kündigte Seoane an. Er müsse den Nerv mit Übungen, die das Visuelle und das Koordinative verbinden, neu trainieren.
Für das noch ungeschlagene YB geht es Sonntag weiter. Im Wankdorf empfangen die Berner den FC Zürich. (ram/watson)

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