Fussball-WM 2026

Embolo feiert mit Capri-Sonne, Manzambi träumt noch immer und Xhaka sind Gerüchte egal – die Stimmen zum Spiel

Die Schweiz übersteht den Sechzehntelfinal an der Fussball-WM ohne Mühe. Was sagen die Akteure nach der Partie? Wir haben reingehört.

Breel Embolo und Dan Ndoye schiessen die Schweiz gegen Algerien zum Sieg und damit in den WM-Achtelfinal. Nach dem souveränen 2:0 ist die Stimmung im Schweizer Lager gelöst. Das sind die Stimmen zum Spiel.

Manzambi: «Der Traum wird immer schöner»

Johan Manzambi stand mit seinem Solo am Ursprung des 1:0, das er perfekt auflegt. Nach der Partie gegen Bosnien und seinen Toren sprach er von einem Traum, nach dem Kanada-Spiel davon, dass der Traum weitergehe. Das geht er auch jetzt noch. Nach dem Spiel steht er vor dem SRF-Mikrofon und spricht genau das wieder an. «Der Traum wird immer schöner, weil wir immer noch dabei sind. Ich hoffe, dass wir noch weiter kommen», sagt der Youngster.

Johan Manzambi freut sich, dass sein Traum weitergeht und die Schweiz noch im Turnier ist.
Bild: Keystone

Algerien habe gut begonnen, aber er und seine Teamkollegen hätten um die eigenen Qualitäten gewusst, erklärt Manzambi weiter. Er wird auch auf das Verständnis mit Breel Embolo angesprochen, für den er das Tor vorbereitet hat und der auch schon für ihn aufgelegt hat. «Ich verstehe mich sehr gut mit Breel. Wenn wir einander weiter die Tore auflegen, wäre das sehr schön.»

Breel Embolo: «Feiere mit Capri-Sonne und Eistee»

Der Torschütze zum 1:0 wird auch zum Interview gebeten. Er wurde von der Fifa zum «Player of the Match» ausgezeichnet und ist bester Laune. Ob ein Bier drinliege nach einem solchen Sieg? Embolo wiegelt ab. «Ich bin nicht der Bier-Typ.»

Er brauche zwar noch etwas Flüssiges, weil er noch zur Dopingkontrolle müsse. Aber er werde sich mit Capri-Sonne und Eistee belohnen. «Das darf man sich gönnen. Es war ein hartes Stück Arbeit», resümiert er. Ein spezielles Lob gibt es auch für Vorbereiter Manzambi: «95 Prozent dieses Tores gehören Johan. Ich mache ihn dann klassisch mit dem Schienbein.»

Breel Embolo ist zum Spassen und Grimassen schneiden aufgelegt.
Bild: Keystone

In der Pause habe man aber auch angesprochen, was nicht gut war und dass es 10 bis 15 Prozent mehr brauche von allen. Nach der Pause sei es genau die Schweiz gewesen, «die wir sehen wollen».

Dann werden ihm Bilder aus dem Public Viewing in Winterthur gezeigt. Embolo sieht, wie die Fans auf sein Tor reagieren. Ekstase pur. Woah. Sprachlos, sagt er zunächst. Und fügt an: «Aber man sieht, dass es Winterthur ist, da ist einer mit dem Akanji-Shirt. Wahrscheinlich hat Manu alle beschenkt.»

Zuletzt dankt Embolo allen, die extra aufgestanden sind, und sagt, man spüre die Unterstützung vor Ort, aber auch jene von zuhause. «Wir wissen, wie teuer es ist, um hierherzukommen und auch wie schwierig sich die Sache mit dem Visa gestalten kann.» Dann muss er lauthals lachen, denn er war ja jener Spieler, der zunächst nicht in die USA reisen konnte.

Granit Xhaka: «Stolz auf die 150-Spiele-Marke»

Captain Granit Xhaka erreichte mit seinem 150. Einsatz für die Nati einen Meilenstein. Vor dem SRF-Mikrofon sagt er: «Ich bin gestern schon von der Mannschaft bejubelt worden, aber ich habe den Mitspielern gesagt, dass sie mir den Tag speziell machen können, wenn wir weiterkommen.»

Für ihn selbst habe der Tag eine enorme Bedeutung. «150 Spiele für das Land zu machen, in dem ich geboren und gross geworden bin, macht mich sehr stolz.»

Jubilar Xhaka: Seine Souveränität überträgt sich auf das Team.
Bild: Toto Marti/freshfocus

In der Pause habe man trotz Führung jene Punkte angesprochen, die nicht gut waren im Schweizer Spiel. Man habe zu viele lange Bälle geschlagen und die Bälle auch nicht halten können. «Nach der Pause waren wir souverän und haben nichts mehr zugelassen.»

Zudem steht sein möglicher Transfer von Sunderland zu Chelsea noch im Raum. Wie geht er damit um? «Ganz ehrlich, das ist nicht meine Aufgabe, sondern jene des Managements. Was über mich geschrieben wird, interessiert mich nicht. Ich will eine gute WM spielen und meine eigene Geschichte schreiben.»

Murat Yakin:  «Schossen die Tore im richtigen Moment»

Nicht nur zufrieden ist Trainer Murat Yakin derweil. «Wir hatten zu kämpfen, vor allem in der Startphase. Da hatten wir keinen Zugriff. Zum Glück fällt dann das Tor für uns.»

Gleichwohl habe man dem Gegner wenige Chancen zugestanden und habe eine «reife Leistung» gezeigt, resümiert der Coach. «Und wir haben in den richtigen Momenten die Tore geschossen.»

Murat Yakin war nicht nur zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Bild: EPA

Wo will Yakin nach diesem Sieg, der aber eben nicht nur glänzend war, ansetzen? Das sei schwierig zu sagen, so kurz nach der Partie, erklärt er. Aber man habe das Pressing nicht wie gewohnt aufziehen können und sei auch immer wieder in die Defensive gedrängt worden.

Während Embolo mit Capri-Sonne und Eistee feiert, könnte der Coach sich ja ein Gläschen genehmigen. Macht er das? «Uff, ich muss zuerst einmal runterkommen», sagt er und lacht.

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