Fussball WM 2026

Jetzt gehts gegen den Riesentöter: Die Schweiz trifft im Achtelfinal auf Kolumbien

Erstmals an der WM wird das Team von Murat Yakin nicht als Favorit in eine Partie starten. Um den historischen Viertelfinal-Einzug zu schaffen, muss ein Schwergewicht aus Südamerika aus dem Weg geräumt werden.

Im letzten Sechzehntelfinal fiel die Entscheidung: Kolumbien oder Ghana - wer ist am Dienstag in Vancouver der nächste Schweizer WM-Gegner? Die Antwort: Murat Yakin und seine Mannschaft bekommen es nach deren 1:0-Sieg mit Kolumbien zu tun.

Kolumbien? Da war doch was? 1994, bei der ersten WM-Teilnahme nach 28-jähriger Durststrecke, war Kolumbien Gruppengegner. Die 0:2-Niederlage für Sutter, Knup und Co. fiel nicht ins Auge, da die Schweiz bereits für den Achtelfinal qualifiziert war. Es war dies auch das bis heute einzige Pflichtspiel zwischen den beiden Ländern. Testspiele 1985 und 1991 endeten 3:2 für die Schweiz bzw. 1:1.

Luis Diaz von Bayern München ist der grosse Star der Kolumbianer.
Bild: AMY KONTRAS

Kolumbien ist ein Riesentöter

In der allgemeinen Wahrnehmung mag Kolumbien kein Gigant des Weltfussballs sein. Aber die Südamerikaner zu unterschätzen. wäre aus Spieler- und Fansicht aus ein grosser Fehler.

Eigentlich ging man ja davon aus, dass die Nati als Gruppensieger im Achtelfinal auf Portugal trifft. Doch weil nicht Ronaldo und Co., sondern eben Kolumbien die Gruppe K auf Rang 1 beendete, kommt es nun anders. Das allein sollte Warnung genug sein.

Weitere Indizien für die Stärke der Südamerikaner: Sie liegen in der Weltrangliste vor der Schweiz (11 vs. 16), das traf auf keinen der bislang vier Nati-Gegner an der WM zu. Sie haben in der südamerikanischen WM-Quali sowohl Argentinien als auch Brasilien besiegt. Sie werden angeführt von Bayern-Profi Luis Diaz, einer der ganz grossen Nummern in der Bundesliga. Beim Team-Marktwert  indes haben die Schweizer mit 304 bzw. 277 Millionen Franken die Nase voraus.

Welches Bundesratsmitglied ersetzt Guy Parmelin?

Auf die Frage nach dem Wunschgegner für den Achtelfinal äusserten sich alle Nati-Akteure diplomatisch. Bis auf einen: Ricardo Rodriguez wollte mit Kolumbien «wieder einmal einen südamerikanischen Gegner» - und bekommt ihn nun also. «Kolumbien würde sicher viele Fans ins Stadion bringen», so Rodriguez weiter.

Das wird so sein, sprich: Die Schweizer werden auf den Zuschauerrängen auch im dritten Spiel hintereinander in Vancouver in Unterzahl sein. Rund 2000 Nati-Fans dürften für den Achtelfinal an die kanadische Westküste reisen - darunter wohl mindestens ein Mitglied des Bundesrats. Jedoch nicht Guy Parmelin, der nach seinem Kult-Auftritt beim Algerien-Spiel die Heimreise antrat und erst wieder für einen allfälligen Viertelfinal nach Nordamerika reisen würde.

Hoffnung macht: Sowohl gegen Kanada als auch gegen Algerien waren die Schweizer im wunderschönen «BC Place»-Stadion lärmmässig in Unterzahl, was sich auf dem Platz jedoch als Motivation denn als Erschwernis für die Spieler entpuppte. Wie es gegen Kolumbien ausgeht? Los geht's am Dienstag 22 Uhr (Schweizer Zeit). Im Viertelfinal am 11. Juli in Kansas City (USA) würde der Sieger des Duells Argentinien - Ägypten warten.

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