«Optimal ist es nicht», sagt Murat Yakin und muss am Freitagmorgen zum wiederholten Mal in den vergangenen Tagen Stellung zu Nebengeräuschen rund um die Schweizer Fussballnationalmannschaft nehmen.
Zwar sind es keine gefälschten Covid-Zertifikate, die bei Yakin auf die Stimmung drücken, sondern nur der Rasen in Luzern. Und doch ist der Nationaltrainer nicht zufrieden. Wie diese Zeitung am Freitag publik machte, entspricht das Geläuf in der Thermoplan-Arena nicht den Standards, die sich der Schweizer Fussballverband (SFV) vorstellt und wünscht. «Aber das ist ja nichts Neues», sagt Yakin dazu. In der Schweiz sei der Rasen eigentlich immer unzufriedenstellend – «ausser in St. Gallen», wie Yakin betont. «Ich kenne das aber auch noch aus meiner Zeit als Spieler, dass das leider so ist. Das hängt mit den Temperaturen und der Witterung zusammen.»
Gleichwohl blickt die Nati den Partien gegen Slowenien vom Samstag (20.45 Uhr) und Nordmazedonien vom Dienstag (20.45 Uhr) positiv entgegen. Zwei 3:0-Siege hat sich das Team in den beiden Auswärtspartien in Skopje und Glasgow als Basis geholt. Mit zwei weiteren Vollerfolgen könnte das klare Ziel des Wiederaufstiegs in die Liga 1 der Nations League bereits Tatsache sein. «Vom Aufstieg zu reden, ist noch zu früh», bremst Yakin jedoch ein wenig die Euphorie. «Aber wir haben eine gute Ausgangslage, die wir uns nicht nehmen lassen wollen.»
Neuer Trainer, ähnliche Spielanlage
Der nächste Schritt ist das Wiedersehen mit Slowenien, gegen das die Schweiz schon in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft in diesem Sommer zweimal spielte (3:0 zu Hause, 0:0 auswärts). Seither haben die Slowenen jedoch den Trainer gewechselt: Nicht mehr Matjaz Kek, sondern Bostjan Cesar steht an der Seitenlinie. Unter dem neuen Mann habe Slowenien «eine gute Statik, ein vertikales Spiel und viel Intensität», so Yakin.
Ungeachtet des Trainerwechsels erwartet Remo Freuler wie schon in den Duellen im vergangenen Herbst ein Team, das defensiv gut und kompakt steht sowie die Räume eng macht. Freuler: «Ich erinnere mich, dass wir da grosse Mühe hatten. Es war schwer, durchzukommen. Ich habe ihr Spiel gegen Schottland vergangenen Samstag gesehen. Da haben sie auch immer wieder Nadelstiche nach vorne gesetzt.» Dies, obwohl den Slowenen in diesem Zusammenzug mit Benjamin Sesko der nominelle Stürmer Nummer 1 verletzungsbedingt fehlt.
Murat Yakin hingegen kann fast aus dem Vollen schöpfen. Zwar trainiert Cedric Itten nach einem Schlag, den er erlitten hat, nur individuell. Der Rest des Kaders aber ist fit. Entsprechend dürfte Yakin kaum zu sehr rotieren oder experimentieren. Schliesslich sind die Slowenen nach einem Sieg und einem Remis aktuell jenes Team in der Gruppe, das der Schweiz und der Tabellenspitze mit zwei Punkten Rückstand am nächsten ist.
Vor ausverkauftem Haus und erstmals seit der WM wieder auf heimischem Boden dürfte die Nati also alles daran setzen, in Bestbesetzung den Sack so gut wie möglich zuzumachen.



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