
«Dritte oder vierte Runde wäre schön», sagte Belinda Bencic noch vor dem Turnierstart in Paris. In dieser vierten Runde stand die Ostschweizerin am Sonntag. Im achten Anlauf beim French Open gelang Bencic dies zum ersten Mal. Dort traf die Weltnummer 11 auf die Ukrainerin Jelina Switolina, die zuletzt das WTA-1000-Turnier in Rom gewann und seit zehn Spielen ungeschlagen war.
Bencic startete sackstark in das Achtelfinal-Duell zweier junger Mütter. Die Ostschweizerin spielte frech auf, liess die ukrainische Weltnummer 7 mit Stoppbällen viel laufen und verwertete ihre Volleys am Netz souverän. Gleich zweimal hintereinander nahm sie Switolina den Aufschlag ab und zog auf 5:2 davon. Zwar gab Bencic selbst noch ein Aufschlagsspiel ab, trotzdem brachte sie den ersten Satz gegen die starke Gegnerin mit 6:4 ins Trockene.
Im zweiten Satz übernahm Switolina zunehmend das Spieldiktat, machte viel Druck mit dem ersten Aufschlag, entschied immer mehr der langen Ballwechsel für sich und ging ihrerseits mit Break in Führung. Bencic kämpfte sich nochmals auf 4:5 ran, kassierte aber direkt wieder ein Break zum Satzausgleich. «Ich konnte im zweiten Satz taktisch nicht mehr das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte», so Bencic nach dem Spiel.
Erstmals überhaupt an diesem Turnier musste Bencic also in den Entscheidungssatz. In diesem wollte der Schweizerin praktisch nichts mehr gelingen, während Switolina ihr Spiel eiskalt durchziehen konnte. Ein 0:6 war die logische Konsequenz davon.
Bencic freut sich auf die Rasensaison
Damit verpasste es Bencic, nach ihrem erstmaligen Achtelfinaleinzug in Paris nachzulegen. Trotzdem kann die 29-Jährige, die von sich selbst sagt, dass Sand ihre schlechteste Unterlage sei, mit dem Turnier zufrieden sein. «Es war ein gutes Turnier», sagte sie nach dem Aus. Jetzt freue sie sich darauf, wieder auf Rasen zu spielen.

Switolina auf der anderen Seite machte mit ihrem Sieg ein ukrainisches Duell in den Viertelfinals perfekt: Dort wartet ihre Landsfrau Marta Kostyuk (WTA 15), welche die vierfache French-Open-Siegerin Iga Swiatek eliminierte.
Teichmann scheitert an Andrejewa
Am frühen Sonntagabend war mit Jil Teichmann (WTA 170) eine zweite Schweizerin im Einsatz. Die Russin Mirra Andrejewa, die Weltnummer 8, stellte sich jedoch als eine Nummer zu gross heraus und setzte sich 6:3, 6:2 durch. Trotzdem darf die 28-jährige Teichmann mit ihrem Turnier in Paris zufrieden sein. Mit drei überstandenen Runden egalisiert sie ihr Major-Bestresultat von vor vier Jahren.




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