
Die Schwedin Therese Simonsson erzielte die beiden Genfer Tore im Wankdorf. Ärgerlich war aus Sicht der Gastgeberinnen vor allem das erste, das schon in der 5. Minute fiel. Die beste Torschützin der Liga zirkelte einen Freistoss aus rund 30 Metern in den Berner Strafraum. Weder Verteidigung noch Goalie Amanda Brunholt kamen an den Ball, sodass die geplante Flanke zum Abschluss wurde. Simonsson doppelte in der 69. Minute nach einem gut herausgespielten Konter zum 2:0 nach.
Dafür, dass die Bernerinnen mit nur einem Tor Handicap am Freitag nach Genf reisen, sorgte ausgerechnet Doppeltorschützin Simonsson mit einem Handspiel im eigenen Strafraum, das einer Verteidigerin nicht unterlaufen wäre. Mithilfe des im Final zur Verfügung stehenden VAR wurde der fällige Elfmeter ausgesprochen und von Maja Jelcic mit einem präzisen Flachschuss in der 90. Minute verwertet.
Grosse Herausforderung für YB
Auf die YB Frauen, die in dieser Saison bereits den Cupfinal gegen Servette Chênois verloren haben, wartet trotz der späten Schadensbegrenzung eine überaus schwierige Aufgabe. Das Team von Trainerin Imke Wübbenhorst muss am Freitag schaffen, was in dieser Saison noch keinem Team gelungen ist, nämlich Servette Chênois im eigenen Stadion zu schlagen. Überhaupt haben die Qualifikationssiegerinnen in der laufenden Spielzeit nur einen Match verloren. Unmittelbar vor den Playoffs unterlagen sie in Basel mit 0:1.
Die Titelverteidigerinnen werden in vier Tagen etwas ideenreicher auftreten müssen als im Heimspiel. Im Wankdorf war es lange Zeit vor allem Servette Chênois, das für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgte. Erst in der Schlussphase setzten die Bernerinnen die Gäste über längere Zeit unter Druck und hatten einige gute Offensivaktionen. (sda)

Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.