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Die EM-Heldin trifft: Riola Xhemaili schiesst die Schweiz zum Startsieg in der WM-Qualifikation

Die Schweiz löst die Pflichtaufgabe gegen Nordirland und gewinnt in Lausanne ohne zu glänzen mit 2:0.

Die Torschützin erinnert an das EM-Märchen der Schweizerinnen im vergangenen Sommer. Es war der 10. Juli in Genf, an dem Riola Xhemaili die Schweiz gegen Finnland in der Nachspielzeit zum ersten Mal in der Geschichte in einen EM-Viertelfinal schoss. Der Jubel war grenzenlos.

Riola Xhemaili jubelt über ihren Führungstreffer gegen Nordirland.
Bild: Freshfocus

Beim ersten Pflichtspiel nach dem Sommermärchen ist es wieder Riola Xhemaili, die jubelt. In der 22. Minute kommt eine Ecke von Captain Lia Wälti, Xhemaili schiesst den Ball aus dem Getümmel ins nordirische Tor. Es ist das Führungstor in einem Spiel, das in einem 2:0-Arbeitssieg mündet. Der Jubel findet dabei in gänzlich anderer Atmosphäre statt als das historische Tor in Genf. Lediglich 4165 Zuschauende sind dabei im Lausanner Stade de la Tuilière. «Die Atmosphäre war gut, wir haben gute Erinnerungen an die Romandie», sagt Iman Beney.

Die Schweiz startet mit einem glanzlosen Sieg in die WM-Qualifikation. Die Partie zeigt jedoch eindrücklich die Krux dieses Modus. Eigentlich sollte Nordirland die vermeintlich stärksten Gegnerinnen der Schweiz in dieser Liga B stellen, doch der Nati haben sie nichts entgegenzuhalten. Die Weltnummer 44 verschanzt sich in der eigenen Platzhälfte, die Schweizerinnen lassen den Ball laufen und suchen die Lücke. Es ist anzunehmen, dass es in den restlichen fünf Partien mit den weiteren Gegnerinnen Türkei und Malta ähnlich aussehen dürfte. Die eigentliche Qualifikation beginnt für die Schweiz wohl erst in den Playoffs.

Auch deshalb will der neue Nati-Trainer Rafel Navarro die Partien nutzen, um sein Spielsystem zu implementieren. Dabei vertraut er in diesem Startspiel auf seine besten Akteurinnen. Die Toptalente Sydney Schertenleib und Iman Beney spielen ebenso wie die routinierten Lia Wälti und Ana-Maria Crnogorcevic. Die vorher noch unklare Position als Torhüterin besetzt Livia Peng, die weiterhin die Nummer 1 der Nati ist.

Noch greift das neue Spielsystem nicht perfekt

Ob das Nationalteam im Vergleich zu den verlorenen Testspielen gegen Wales (2:3) und Belgien (1:2) das Spielsystem Navarros besser beherrscht, ist abschliessend kaum zu beantworten. Zu limitiert sind die Gegnerinnen aus Nordirland. Die Schweizerinnen agieren zwar konzentriert, lassen aber die nötige Zielstrebigkeit in der Offensive vermissen. «Wir haben teilweise zu ungenau gespielt», findet Verteidigerin Viola Calligaris. Ähnlich äussert sich auch Iman Beney: «Es war noch nicht alles gut, aber wir haben am Ende 2:0 gewonnen.»

Erst in der Nachspielzeit schafft Svenja Fölmli mit ihrem Treffer klare Verhältnisse in einer einseitigen Partie. «Wir hätten schon viel eher mal aus der Distanz schiessen sollen», sagt Riola Xhemaili. Zu ihrem Tor sagt sie: «Ich bin froh, dass ich wieder einmal treffen konnte und wir dieses Spiel gewonnen haben.»

Der Startsieg ist geschafft. Mehr aber auch nicht.

Schweiz – Nordirland 2:0 (1:0)
Stade de la Tuilière, Lausanne. 4165 Zuschauende. 
Tore: 22. Xhemaili 1:0. 91. Fölmli.
Schweiz: Peng; Riesen, Calligaris, Stierli (85. Ivelj), Crnogorcevic; Reuteler, Wälti, Schertenleib (92. Kamber); Xhemaili (85. Wandeler), Beney (85. Fölmli); Csillag (72. Lehmann).
Bemerkungen: Schweiz ohne Maritz (gesperrt).

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