Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat kein Verständnis für die Verkürzung der Rennen ab kommender Saison. Das ergebe «absolut keinen Sinn», kritisierte der Ferrari-Star am Rande des Grand Prix von Aserbaidschan in Baku und meinte: «Die Rennen sollten länger sein, weil sie körperlich einfacher sind als je zuvor.»
Die Formel 1 hat sich für eine Verkürzung der Rennen ab kommendem Jahr entschieden. Die Grand Prix werden nicht mehr mindestens 305 Kilometer, sondern nur noch 290 Kilometer lang sein. Das entspricht einer Verkürzung um zwei bis drei Runden. Grund für die Regeländerung ist die neue Motorenformel und der dann erhöhte Benzinverbrauch der Autos. Grössere Tanks und den Umbau der Chassis lehnten die Rennställe ab, weshalb nur die Verkürzung der Renndistanzen blieb.
Hamilton will eigentlich lieber Grenzen verschieben
«Das soll ein Sport sein, der körperlich und mental am anspruchsvollsten ist», befand der siebenmalige Weltmeister Hamilton. «Man will doch Athleten sehen, die am Limit ihrer Leistungsfähigkeit sind und ihren Körper noch weiter treiben, die Grenzen verschieben und neue Massstäbe setzen.» Kürzere Rennen lehnt der 41-Jährige daher ab.
In diesem Jahr wurde eine neue Motorenformel 1 eingeführt. Die Formel 1 senkt den Elektroanteil, der aktuell die Hälfte des Antriebs liefert, wieder etwas ab. Damit spielt der Verbrenner eine grössere Rolle, die Fahrer sind weniger als Batteriemanager gefordert. Es wird aber auch mehr Kraftstoff benötigt.
Lewis Hamilton, der seit 2025 für Ferrari fährt, ist aktuell Dritter in der WM-Wertung und hat den GP in Barcelona für sich entscheiden können. Allerdings liegt er vor den verbleibenden neun Rennen auch satte 100 Punkte hinter WM-Leader Kimi Antonelli. (dpa)




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