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Formel 1

Mit vielen Tränen: Als jüngster Polesetter gewinnt Kimi Antonelli sein erstes Rennen

Der Italiener Kimi Antonelli gewinnt den Grossen Preis von China. Der 19-jährige Mercedes-Pilot siegt vor seinem Teamkollegen George Russell und dem Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton.
Tränen bei Kimi Antonelli nach seinem ersten Saisonsieg.
Bild: Vincent Thian

Als er es begreift, fliessen bei ihm nur noch die Tränen. «Ich bin sprachlos», sagt Kimi Antonelli, nachdem er seinen ersten Sieg in der Formel 1 gefeiert hat. Der emotionale Italiener trocknete mit dem Ärmel seines Rennanzugs die feuchten Augen. «Ich wollte Italien zurück an die Spitze bringen», sagt er weiter. Das ist ihm beim Grossen Preis von China gelungen.

Am Samstag holte er als jüngster Fahrer der Geschichte die Poleposition. Der 19-Jährige knackte damit einen 17 Jahre alten Rekord. Der jüngste Sieger ist er nun aber nicht – diesen Titel holte einst Max Verstappen.

Dennoch ist Antonelli wohl das grösste Talent im Formel-1-Zirkus im Moment. Letztes Jahr feierte er sein Debüt in der Formel 1 und sammelte dabei seine ersten Erfahrungen. Dabei war er der jüngste Fahrer, der je ein Rennen anführte und die schnellste Rennrunde erzielte. Gleichzeitig musste er zwischen den Rennen noch die Schulbank drücken. Im Sommer schrieb er seine Abschlussprüfungen.

Hamilton holt erstes Podest mit Ferrari

Für diese Saison hat die Formel 1 die grössten Änderungen des Regelwerkes seit Jahren durchgeführt. Damit möchte der Weltautomobilverband FIA die Königsklasse des Motorsports spannender machen. Doch nach zwei Rennen zeigt sich: Mercedes dominiert klar. Dahinter kämpft Ferrari um das Podium – auch in Shanghai.

Die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton kämpfen um das Podest.
Bild: Andres Martinez Casares

Die beiden Ferrari-Piloten zeigten das spannendste Duell des Rennens. «Das ist tatsächlich ein lustiges Battle», kommentiert Leclerc den Kampf ums Podium. Wenn sich zwei streiten, freut es den Dritten. Die Rede ist vom Mercedes-Fahrer George Russell. Der Brite konnte nach längerer Zeit an den beiden Ferraris vorbeiziehen und auf seinen Teamkollegen Kimi Antonelli aufrücken.

Den Kampf um den dritten Platz gewinnt Lewis Hamilton. Für ihn ist es nach einer langen Durststrecke in der letzten Saison das erste Podest mit den Italienern. Vor zwei Jahren fuhr Hamilton noch mit den Silberpfeilen. Mercedes-Chef Toto Wolff witzelte, dass er zuerst dachte, es würden gleich drei Mercedes vorne liegen. «Er ist immer noch unser Fahrer», sagt er und lacht.

Ein Bild das Mercedes-Chef Toto Wolff freut: Sein ehemaliger Fahrer Lewis Hamilton (links) mit den jetzigen Kimi Antonelli und George Russell.
Bild: Andy Wong

Gleich sieben Ausfälle beim Rennen

Schon am Samstag beim Sprintrennen gab es für Hamilton Champagner. Der Brite wurde Dritter hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc und dem Mercedes-Fahrer George Russell. Sprints geben im Vergleich zu gewöhnlichen Rennen weniger Punkte.

Für den vierfachen Weltmeister Max Verstappen lief an diesem Wochenende gar nichts. Der Niederländer ist ein bekannter Verfechter der neuen Regelungen und sagte vor der Saison: «Es fühlt sich eher an, wie die Formel E auf Steroiden.» Beim Grossen Preis von China ging ihm ein paar Runden vor Schluss plötzlich der Saft aus.

Für McLaren war es ein rabenschwarzer Tag. Mit dem amtierenden Weltmeister Lando Norris und Oscar Piastri konnten gleich beide Fahrer nicht an den Start gehen. Wie der Rennstall meldet, hatten beide unterschiedliche Probleme mit den Boliden. Auch Gabriel Bortoleto mit seinem Audi und Alex Albon im Williams konnten nicht starten. Die beiden Aston-Martin-Fahrer mussten erneut wegen starker Vibrationen des Autos das Rennen vorzeitig beenden. Insgesamt sieben Ausfälle gab es.

Grosser Frust bei Fernando Alonso.
Bild: Alex Plavevski

Beide Rennen im Nahen Osten abgesagt

Am Wochenende gab die Formel 1 bekannt, dass die beiden Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) abgesagt werden. Der Grund sind grosse Sicherheitsbedenken wegen des Iran-Kriegs. Somit gibt es nach dem Grossen Preis in Japan eine fünfwöchige Rennpause, ehe in Miami das nächste Rennen ansteht.

Nach sorgfältiger Prüfung und aufgrund der anhaltenden Lage im Nahen Osten sei man zur Entscheidung gekommen, die beiden Rennen abzusagen. Damit gibt es in dieser Saison nur noch 22 Rennen.

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