Der slowenische Radsportdominator Tadej Pogacar hat am Sonntag auch das zweite Monument des Jahres für sich entschieden. Der 27-jährige Weltmeister gewann die Flandern-Rundfahrt eine halbe Minute vor seinem Klassiker-Dauerrivalen Mathieu van der Poel.
«Das war ein verrücktes Rennen heute. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war superhart, aber es ist gut für mich ausgegangen», sagte Pogacar, der im dritten Rennen den dritten Saisonsieg feierte: «Bislang läuft alles perfekt, und ich kann mehr als happy sein.»
Remco Evenepoel überzeugte bei seinem Debüt als Dritter. Für den vor zwei Wochen erstmals bei Mailand-Sanremo siegreichen UAE-Kapitän war es der dritte «Ronde»-Sieg nach 2023 und im Vorjahr.
Mit dem zwölften Triumph bei einem der fünf Monumente liegt nur noch Eddy Merckx mit 19 vor Pogacar. Seinen neuerlichen Sieg am belgischen Radnationalfeiertag mit 278 km von Antwerpen nach Oudenaarde fixierte er im Duell mit dem niederländischen Alpecin-Profi Van der Poel wie vor einem Jahr mit einer Attacke am Kwaremont-Anstieg. Den 18 km vor dem Ziel herausgefahrenen Vorsprung hielt der Slowene am Paterberg und baute ihn auf den letzten flachen Kilometern noch etwas aus. Mit dem dritten Triumph schloss Pogacar zu den Flandern-Rekordhaltern mit Van der Poel, Tom Boonen und Fabian Cancellara auf.
Evenepoel mit starkem Debüt
Für zusätzliche Brisanz neben lästigem Wind und den zahlreichen steilen Anstiegen sorgte in der Anfangsphase eine sich schliessende Bahnschranke, die das Feld zwischendurch teilte, und ein heftiger Regenguss. In der trockenen Entscheidungsphase rund 50 km vor Schluss mit mehreren Anstiegen in kurzer Abfolge musste Evenepoel das Topduo um einige Sekunden ziehen lassen. Der Rückstand des belgischen Doppel-Olympiasiegers wuchs am Ende noch auf über eine Minute an.
Als die nächsten Verfolger kamen Wout van Aert (Visma) und Mads Pedersen (Trek) an. Der nächste Schlagabtausch folgt bereits am kommenden Sonntag bei Paris-Roubaix. Das Kopfsteinpflasterspektakel in Frankreich hat Pogacar noch nie und Van der Poel zuletzt dreimal in Serie gewonnen. (sda/apa/sid)




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