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Tadej Pogacar gewinnt trotz Sturz erstmals in Sanremo ­– Noemi Rüegg fährt bei den Frauen auf den 2. Platz

Tadej Pogacar krönt sich in Mailand-Sanremo trotz einem Sturz zum ersten Mal zum Sieger des Klassikers. Im Frauenrennen sorgt Noemi Rüegg für ein Schweizer Highlight und verpasst den Sieg nur um wenige Zentimeter.

Tadej Pogacar hat es geschafft: Der Slowene gewinnt zum ersten Mal in seiner Karriere den Klassiker Mailand-Sanremo und das, obwohl es zwischenzeitlich nach allem anderen als nach einem Sieg für den 27-Järhigen aussah. Rund 32 Kilometer vor dem Ziel stürzte der Slowene in einer Abfahrt. Nebst den 35 Sekunden Rückstand, die er damit einbusste, zog er sich Schürfwunden am Oberschenkel und am Becken zu. «Nach diesem Sturz glaubte ich nicht mehr an den Sieg», sagte Pogacar im Ziel. Der Dominator der aktuellen Radsportszene konnte aber schnell wieder aufsteigen und den Anschluss schaffen.

Tadej Pogacar gewinnt den Klassiker in Mailand-Sanremo.
Bild: Massimi Paolone

Statt sich aber zu schonen, ging er wenig später in die Offensive: Acht Kilometer nach dem Sturz lancierte er also den entscheidenden Angriff. Nur Thomas Pidcock und Mathieu van der Poel konnten im ersten Moment folgen, aber der Niederländer musste bald sich geschlagen von den anderen beiden geben. So entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Pogacar und Pidcock, den der Slowene im Sprint für sich entschied.

«Natürlich bin ich mehr als glücklich, dass ich hier endlich gewinnen konnte», sagt der Slowene nach dem Rennen. Nun fehlt ihm nur noch der Klassiker Paris-Roubaix, bei dem er bislang noch keinen Sieg einfahren konnte.

Von den Schweizern war am Schluss nur noch Mauro Schmid vorne dabei. Im Verfolgerfeld war er an der Spitze, schaffte es aber nicht mehr an das Spitzentrio Pogacar, Pidcock und van der Poel heran. Ins Ziel kam der Schweizer dann als 31. und hatte nur vier Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Wenige Zentimeter fehlten zum Sieg

Aber auch aus Schweizer Sicht gab es am Samstag Grund zum Jubeln - oder wenigstens fast. Noemi Rüegg verpasste bei den Frauen nur knapp den grössten Erfolg ihrer Karriere. Die 25-Jährige sprintete nach 156 Kilometer auf der berühmten Via Roma auf Platz 2 und musste sich einzig von der Belgierin Lotte Kopecky geschlagen geben. Besonders bitter: Der Rückstand zur Siegerin waren nur wenige Zentimeter.

Bei den Frauen gewinnt die Belgierin Lotte Kopecky (mitte) vor der Schweizerin Noemi Rüegg (links) und Italienerin Eleonora Gasparrini (rechts).
Bild: ROBERTO BETTINI

Damit bestätigt Rüegg aber ihre starke Form. Nach ihrem Sieg bei der Tour Down Under zeigte sie erneut, dass ihr das Profil von Mailand-Sanremo liegt. Der Vorentscheid fiel am Poggio, dem letzten Anstieg vor dem Ziel, wo sich eine fünfköpfige Spitzengruppe absetzen konnte. Diese rettete sich mit einem knappen Vorsprung ins Ziel und machte den Sieg unter sich aus.

Überschattet wurde das Frauenrennen aber von einem schweren Sturz in der Abfahrt der Cipressa. Mehrere Fahrerinnen gingen zu Boden, darunter auch die Italienerin Debora Silvestri, die über die Abschrankung geschleudert wurde und ins Spital gebracht werden musste. Lebensgefahr besteht laut ersten Informationen aber zum Glück nicht.

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