Fussball

Gianni Infantino amtet auf: Nasser Al-Khelaifi will nicht Fifa-Präsident werden

Nasser Al-Khelaifi erteilt einer Kandidatur für das Fifa-Präsidium eine klare Absage. Damit fällt ein weiterer möglicher Herausforderer von Gianni Infantino weg.

Der Präsident von Paris Saint-Germain, Nasser Al-Khelaifi aus Katar, will nicht Präsident der Fifa werden. «Ich habe kein Interesse an der Fifa und keinerlei Agenda oder Ambitionen, da zu sein», sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur AP.

Somit hat ein weiterer möglicher Kandidat alle Spekulationen zurückgewiesen, den umstrittenen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino persönlich herauszufordern und sich für das Amt bewerben zu wollen.

Al-Khelaifi ist zudem Chef der Vereinigung European Football Clubs (EFC) und äusserte sich am Rande des jährlichen Mitgliedertreffens in Kopenhagen. «Ich denke nicht, dass ich der Richtige bin für die Position, und ich möchte auch nicht. Ich geniesse, was ich tue», sagte der Chef von Champions-League-Sieger PSG. «Ich denke, die Fifa ist nichts für mich. Danke.»

Der 56 Jahre alte Infantino war unter anderem wegen der WM-Investorenpläne im Sommer massiv unter Druck geraten, auch sein Führungsstil ist von Teilen der Fussball-Welt scharf kritisiert worden. Der europäische Fussballverband Uefa hat sogar eine Anzeige gegen Infantino vorbereitet.

Und: Bereits im August sind erste mögliche Kandidaten für eine Kampfwahl genannt worden. Infantino hatte darauf zuletzt aber auf die kritischen Stimmen reagiert und seinen Gegnern erstmals Gespräche über mögliche Reformen in der Fifa angeboten.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zählt zu den führenden Kritikern Infantinos. Er selbst hat eine Kandidatur als FIFA-Präsident aber auch ausgeschlossen. In einer Rede an die Club-Vertreter sagte Ceferin, ohne Infantinos Name zu erwähnen: «Im Fussball gibt es keinen Bedarf für Kaiser.» (dpa)

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