
Verteidiger Raphael Diaz: «Ich bin sehr enttäuscht, es ist bitter. Wenn wir auf die Serie zurückschauen, sind wir bis auf ein Spiel dran gewesen. Ärgerlich ist, dass wir das erste oder zweite Spiel nicht gewinnen konnten. Da hätten wir uns eine viel bessere Ausgangslage für den weiteren Verlauf der Serie erarbeiten können. Ein Kompliment an die Davoser, die sich das Weiterkommen verdient haben.»
Stürmer Jan Kovar: «Nach einem sehr guten ersten Drittel sind wir ein bisschen nervös geworden und konnten danach nicht mehr auf dem gewünschten Level performen. Wir haben in den Playoffs einen Schritt vorwärtsgemacht, was unsere Leistung betrifft. Wir haben uns durch eine ungenügende Saison selbst in die Situation gebracht, gegen das beste Team der Liga antreten zu müssen. Der Gegner hat es verdient, sich in den Halbfinal einzuziehen. Chapeau, HC Davos! So kurz nach dem Ausscheiden fällt es mir schwer, über die Gründe zu sprechen, weshalb wir eine schwache Saison spielten. Es war ungenügend, das müssen wir keine Ausreden suchen. Auch ich habe meinen Job nicht erfüllt.»
Stürmer Sven Senteler: «Es ist hart, erneut im Viertelfinal auszuscheiden. Phasenweise haben wir gut mitgehalten, doch Davos hat in den entscheidenden Momenten den Unterschied gemacht. Wir gehen 1:0 in Führung und spielen dann zögerlich und ängstlich, wie so oft in dieser Saison, schlicht nicht gut genug. In den Meisterjahren hatten wir auch weniger gute Spiele, aber irgendwie konnten wir mit unserer Energie und Mentalität die Spiele jeweils zu unseren Gunsten entscheiden. Wir müssen über die Bücher und die ganze Saison genau analysieren. Es gibt nichts schönzureden. Wir gehören nicht mehr zu den Top-Teams, wir stehen im Mittelfeld. Das müssen wir einsehen und versuchen, die Trendwende wieder einzuleiten. Von uns Leadern kam zu wenig Entscheidendes. Diese Mannschaft verfügt über genügend Führungsspieler, davon bin ich nach wie vor überzeugt. Doch das sagen wir nun schon seit längerer Zeit.»
Stürmer Lino Martschini: «Jeder einzelne Spieler muss sich Gedanken machen, was er hätte besser machen können. Es war eine herausfordernde Saison für uns alle. Wir durchlebten sehr schwierige Phasen, insbesondere mit dem Trainerwechsel. Wir hatten gegen Ende Saison bessere Momente, in denen das Team an Stabilität gewonnen hat. Davos hat sich verdientermassen für den Halbfinal qualifiziert. Sie haben sich das Vertrauen in ihre Fähigkeiten und in ihr System über die ganze Saison hinweg erspielt.»
Trainer Benoît Groulx: «Das Ausscheiden schmerzt sehr. Ich muss meinen Hut vor dem HC Davos ziehen. Sie waren das bessere Team, weil sie in den Schlüsselmomenten besser waren. Ich bin stolz, dass wir die beste Mannschaft dieser Liga herausfordern konnten. Die Spieler haben alles gegeben. Davos hat ab dem zweiten Drittel das Spielniveau erhöht, und wir konnten nicht mehr mithalten. Ich bin dankbar, dass ich die Gelegenheit bekam, beim EV Zug arbeiten zu dürfen. Ich durfte unglaublich viele tolle Menschen in dieser Organisation kennenlernen. Ich wollte das Team weiterentwickeln und ich finde, wir haben viele gute Dinge gemacht. Sportlich und menschlich waren das zwei grossartige Monate in meinem Leben. Wie es nun weitergeht, weiss ich nicht. Ich werde mir nun anhören, welche Zukunftspläne der Klub hat.
Sportchef Reto Kläy: «Bis auf Spiel drei haben wir gegen Davos ordentliche Leistungen gezeigt. Auch wenn man bedenkt, wo wir im Januar gestanden sind, als wir am Tiefpunkt waren. Ich habe einen positiven Trend gesehen im Play-In und in den Playoffs, aber gegen Davos sind wir verdientermassen ausgeschieden. Bei Davos haben die Leader den Unterschied gemacht, wenn es eng wurde. Es ist nicht so, dass wir die Qualität nicht gehabt hätten. Aber sie wurde nicht ausgeschöpft. Wir wurden über viele Jahre verwöhnt. Jetzt haben andere Klubs aufgeholt. Das müssen wir neidlos anerkennen. Objektiv gesehen spricht das für unsere Liga, auch wenn das für uns ein schwacher Trost ist. In gewissen Momenten bekamen wir von einigen Spielern nicht das, was wir von ihnen erwarten dürfen. Das ist Fakt und nicht unser Anspruch. Wir befinden uns in einer Transformationsphase. Unseren Mannschaftskern, der uns über Jahre so stark gemacht hat, gilt es schrittweise zu ersetzen, das wird ein paar Jahre dauern. Das ist ein Prozess, das geht nicht von heute auf morgen. Jetzt gilt es, die Saison zu analysieren und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wir werden mit Benoît zusammensitzen und uns auch mit anderen Trainerkandidaten austauschen. Die Fans haben uns die ganze Saison unterstützt und einen hervorragenden Job gemacht. Es tut mir leid für sie. Ich kann versprechen, dass wir wieder angreifen und wieder das erreichen, was vor ein paar Jahren geschafft haben.»



Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.