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Aston Villa gewinnt Europa League – Freiburg chancenlos

Der SC Freiburg mit dem Schweizer Nationalspieler Johan Manzambi verpasst die Krönung seiner aussergewöhnlichen Europa-League-Saison. Die Deutschen verlieren den Final in Istanbul gegen Aston Villa mit 0:3.
Aston Villa setzt sich im Final der Europa League gegen Freiburg durch.
Bild: AP

Der SC Freiburg muss weiter auf seinen ersten bedeutenden Titel der Vereinsgeschichte warten. Im Besiktas-Stadion wurde den Deutschen in ihrem ersten Europacup-Final die Schlussphase der ersten Halbzeit zum Verhängnis. Das favorisierte Aston Villa, vor Ort unterstützt unter anderem vom Edelfan Prinz William, schaffte es, nach gemächlichen ersten 40 Minuten das Tempo entscheidend zu erhöhen. Ein Volley von Youri Tielemans und ein Schlenzer von Emiliano Buendia sorgten für die 2:0-Pausenführung.

Das 1:0 von Tielemans:

Die beiden Treffer waren sehenswert, aber für Freiburg ärgerlich. Denn zum schlechtesten Zeitpunkt verlor die Defensive des Bundesliga-Siebten zum ersten Mal gleich minutenlang die Übersicht. Beim Eckball in der 41. Minute kam der Belgier Tielemans unbedrängt zum Abschluss und nutzte die erste gute Abschlussgelegenheit der Engländer. Sieben Minuten später war es der Argentinier Buendia, dem am Strafraumrand zu viele Freiheiten gewährt wurden. Was er daraus machte, war brillant. Sein Schuss flog herrlich in die weite, hohe Torecke.

Freiburg, das den erst zweiten deutschen Europa-League-Sieg in diesem Jahrhundert im Visier hatte, gelang keine Antwort auf den englischen Doppelschlag. Die beste Torchance erspielten sich die Breisgauer früh in der Partie, als der 36-jährige, nach diesem Match zurücktretende Nicolas Höfler nur knapp am Tor vorbeischoss. Danach war Johan Manzambi als Spielmacher zwar bemüht, für das Überraschende zu sorgen, mit Beschleunigungen, Pässen oder auch weiten Einwürfen. Aber Aston Villas beeindruckendes Defensivkonstrukt geriet nicht ins Wanken. Nach dem 3:0 von Morgan Rogers nach einer knappen Stunde war der zweite Europacup-Titel des Klubs aus Birmingham nach dem Meistercup 1982 so gut wie gesichert.

Fünfte Europa-League-Trophäe für Trainer Emery

Für Aston Villas Trainer Unai Emery ist es bereits die fünfte Europa-League-Trophäe. Der 54-jährige Baske hatte schon mit dem FC Sevilla (2014 bis 2016) und Villarreal (2021) den Europacup der zweithöchsten Stufe gewonnen. Nächste Saison spielt Emery mit Aston Villa dann in der Champions League. Diese erreichte der Klub schon über die Meisterschaft und muss damit nicht seinen Platz als Europa-League-Titelhalter beanspruchen. Für die Schweiz hat das einen schönen kleinen Effekt: Der Cupsieger - Stade Lausanne-Ouchy oder St. Gallen - muss in der nächsten Europa League auf dem Weg in die Ligaphase eine Qualifikationsrunde weniger bestreiten.

Freiburg hätte sich in Istanbul vor den über zehntausend mitgereisten Fans neben dem Titel auch die erstmalige Champions-League-Teilnahme sichern können. Nun muss sich die Mannschaft von Trainer Julian Schuster in der kommenden Saison mit der drittklassigen Conference League zufrieden geben. (sda)

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