Als Mikaela Shiffrin nach dem ersten Lauf ins Ziel kam, konnte man meinen: besser geht es nicht. Doch dann kam die Riesenslalom-Siegerin vom Vortag – Camille Rast. Sie schlängelt sich mit einem derart grossen Selbstvertrauen um die Stangen, als wüsste sie bereits, dass sie die Führung übernehmen und später siegen wird. Mit 10 Hundertstel Vorsprung erreicht sie das Ziel und nimmt Platz auf dem Leaderthron, auf dem die Slalomkönigin Shiffrin vorher sass.

Im zweiten Lauf legt sie als letzte Fahrerin noch eine Schippe drauf. Mit 14 Hundertstel Vorsprung kommt sie vor Mikaela Shiffrin ins Ziel und holt damit nach dem Sieg am Samstag beim Riesenslalom das Double. «Unglaublich, ich habe nicht gedacht, dass es dieses Wochenende so gut läuft», sagt Rast nach dem Rennen. Sie habe alles gegeben. Weiter habe es sie angespornt zu hören, wie die Trainer über die Fahrt von Konkurrentin Shiffrin gestaunt haben.
Für Rast ist es das fünfte Podium in Folge. Und es ist das erste Mal, als sie Shiffrin in dieser Saison in ihrer Paradedisziplin schlägt. Denn die amerikanische Dominatorin holte bis jetzt bei allen fünf bisherigen Slaloms den Sieg.
Holdener holt ihr erstes Saisonpodest
Nach ihrem ersten Lauf lobte sie die Strecke: «Es ist ein spannender Lauf, die Piste ist super und ein cooles Rennen.» Diese Lobeshymne geht auch an die Adresse von Alessandro Colturi. Der Vater von Lara Colturi steckte den ersten Lauf. Doch das brachte der Tochter nicht wirklich etwas. Nach wenigen Toren schied sie aus und stürzte. Auch die Kroatin Zrinka Ljutic schied aus. Damit war die Vorjahressiegerin bereits nach wenigen Sekunden draussen.
Während Colturi, Ljutic, oder auch die Kanadierin Laurence St-Germain Mühe mit der Piste hatten und ausschieden, lief es für Wendy Holdener super. Sie holt sich den ersten Podestplatz der Saison. «Es ist umso schöner, habe ich es heute durchgezogen und bin ein Schritt näher an Shiffrin und Rast», sagt Holdener und grinst. Mélanie Meillard wird 12. und Eliane Christen fährt dank des 23. Rangs ebenfalls in die Punkte. Die anderen Schweizerinnen schafften den Sprung in den zweiten Lauf nicht.




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