
In der Bundesliga ist der Abstiegskampf oft spannender als das Meisterrennen. So auch in dieser Saison: Vor dem letzten Spieltag lagen der FC St. Pauli, VfL Wolfsburg und der 1. FC Heidenheim punktgleich auf den Abstiegsplätzen. Zwischen St. Pauli und Wolfsburg entschied das Direktduell, während Heidenheim zuhause Mainz 05 empfing.
Möglich wurde dieser Stichentscheid nur dank einer mirakulösen Aufholjagd von Heidenheim und dass St. Pauli ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Saison kriselte. Heidenheim lag fünf Spieltage vor Saisonende mit sechs Punkten Rückstand auf die rettende Relegation auf dem letzten Platz. Dank zehn Punkten in den letzten fünf Spielen jedoch, kämpfte sich der Verein aus Baden-Württemberg zurück. Umgekehrt schmolz der Vorsprung von St. Pauli mehr und mehr. Der letzte Sieg der Hamburger datiert auf den 28. Februar, aus den verbleibenden zehn Spielen resultierten gerade mal drei Punkte.
Wolfsburg zog den Kopf gerade noch aus der Schlinge

Dazwischen dümpelte der VfL Wolfsburg mit der schlechtesten Rückrundenbilanz der Saison. So kam es zum Thriller am letzten Spieltag. Da war die Messe dann recht schnell gelesen: Favorit Wolfsburg setzte sich dank den Toren von Koulierakis, Pejcinovic und Vasilj (Eigentor) im Direktduell mit St. Pauli mit 3:1 durch. Weil Heidenheim parallel gegen Mainz durch die Tore von Tietz und Amiri mit 0:2 verlor, bedeutete dies die Rettung in die Relegation für Wolfsburg und der direkte Abstieg in die 2: Bundesliga für St. Pauli und Heidenheim. Das Wunder von Heidenheim blieb also aus.
Heidenheims Kapitän Patrick Mainka beschrieb die Emotionen nach dem Schlusspfiff wie folgt: «Das ist furchtbar traurig. Nach dem schnellen Rückstand hat es im Kopf angefangen zu rattern. Wir haben es nicht geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Es tut einfach weh. Aber wie man sich verabschiedet, so kommt man auch wieder. Und auf die letzten Wochen können wir wirklich stolz sein. Das nehmen wir mit.»

Für Wolfsburg geht es nun gegen den SC Paderborn am 21. Mai und 25. Mai um den Verbleib in die Bundesliga. In die 1. Bundesliga steigen der FC Schalke 04 und die SV Elversberg auf.

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