Die Bilder wirken kurios: Als die amerikanische Skifahrerin Breezy Johnson gestern nach ihrem Sieg in der Abfahrt vor die Medien tritt, ist ihre Medaille bereits kaputt. Um ihren Hals hängt nur noch das Band, an dem das Prunkstück eigentlich befestigt sein sollte. Auf Nachfrage der Reporter zieht sie die Medaille dann aus der Seitentasche ihrer Jacke hervor.
Vor lauter Begeisterung sei sie nach dem Triumph auf und ab gesprungen, berichtet Johnson. Dabei hat sich die Medaille vom Band gelöst und ist zu Boden gefallen. Sie ist nicht die Einzige mit diesem Problem. Auch dem deutschen Biathleten Justus Strelow fiel beim Feiern mit seinen Teamkollegen die Medaille zu Boden. Bei der schwedischen Langläuferin Ebba Andersson hat sich selbiges zugetragen.
Keine neue Geschichte
Berichte über fragwürdige Qualität olympischer Medaillen sind keineswegs neu. Bereits bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris sorgten verblasste und beschädigte Medaillen für Aufsehen. Damals blätterte bei mehreren Exemplaren schon nach kurzer Zeit der Lack ab – kein besonders glanzvoller Anblick für eine Auszeichnung von weltweiter Strahlkraft. Besonders betroffen waren offenbar die Bronzemedaillen.
Der Skateboarder aus den USA, Nyjah Huston, präsentierte seine Medaille nur kurz nach den Wettkämpfen auf Instagram – sie wirkte bereits wie Jahrzehnte gealtert.

Huston war kein Einzelfall, vielen weiteren Athleten ging es gleich. Die Auszeichnungen von Olympia 2024, welche sogar ein Stück Originalmaterial vom Eiffelturm enthalten, fielen vor allem durch abblätternden Lack auf, welcher wohl auf Qualitätsmängel bei der Lackierung zurückzuführen ist. Die Hersteller der Medaillen bieten den betroffenen Athletinnen und Athleten den Umtausch beschädigter Medaillen an.
Goldmedaille enthält mehr Silber als Gold
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schreibt vor, dass Goldmedaillen nicht aus massivem Gold bestehen. Sie bestehen zu mindestens 92,5 Prozent aus Sterlingsilber und sind mit mindestens sechs Gramm Feingold vergoldet. Der materielle Schwerpunkt liegt also auf Silber. Der Goldanteil macht wertmässig meist weniger als zwei Prozent aus.
Auch die Silbermedaille besteht gemäss IOC-Vorgaben zu mindestens 92,5 Prozent aus Silber, also ebenfalls aus Sterlingsilber. Die Bronzemedaille wiederum besteht aus einer Kupferlegierung, meist einer Mischung aus Kupfer, Zinn und Zink.
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