Die Barrage 2026 ist eine Revanche: Schon vor einem Jahr standen sich der FC Aarau und GC in den Playoff-Spielen um den letzten Platz in der Super League gegenüber. Für den Rekordmeister ist es gar die dritte Barrage in Folge.
Gegen Thun (2024) und Aarau (2025) ging es gut aus für die Hoppers. Auch in der Revanche gegen den FCA gehört die Favoritenrolle ihnen. Naturgemäss, weil der Oberklassige den höheren Super-League-Rhythmus gewöhnt ist. Und vor dem diesjährigen Aufeinandertreffen stellte sich zudem die Frage, wie gut Aarau den Schock des vergeigten Direktaufstiegs drei Tage zuvor gegen Yverdon (2:2) verdaut hat. Während sich GC eine Woche lang auf die Spiele des Jahres vorbereiten konnte.

Die Antwort: Aarau übersteht im ausverkauften Brügglifeld die erste Druckwelle schadlos und hat nach einer Viertelstunde den Frust vom Freitag endgültig abgeschüttelt. GC, pausenlos angefeuert von seinem Trainer Peter Zeidler, wirkt bald einmal ideenlos gegen giftige Hausherren und findet keinen Lösungen, aus der optischen Überlegenheit Profit zu schlagen. Wohl auch etwas überrascht davon, wie standhaft der unterklassige Gegner der angeschlagenen Pace entgegenhalten kann.
Altmeister Bobadilla verpasst Lucky-Punch
Nach dem Seitenwechsel kippt das Pendel endgültig auf die Seite der Gastgeber. Die Aarauer schnüren GC phasenweise in deren Strafraum ein, aber die spielerische Lösung zum Durchbruch fällt auch ihnen nicht ein. Stattdessen fliegt ein hoher Ball nach dem anderen in Richtung GC-Goalie Justin Hammel. Zwei Mal hat dieser Glück, dass zuerst Serge Müller und im Anschluss David Acquah den Ball mit dem Kopf direkt auf Hammel spedieren.

Vor die Schlussphase zückt FCA-Trainer Brunello Iacopetta sein letztes Ass namens Raul Bobadilla. Und tatsächlich: Der mittlerweile 38-Jährige Latino taucht in der 86. Minute frei vor Hammel auf, drischt den Ball aber knapp über die Latte.
Gute Ausgangslage für FC Aarau
Kurz darauf ist Schluss und Halbzeit in der Barrage. Die Aarauer haben einerseits die Gewissheit, dem Hoppers im Gegensatz zur Barrage vor einem Jahr gewachsen zu sein. Damals war die Angelegenheit nach der 0:4-Hinspielniederlage früh entschieden. Gleichzeitig dürfte der Unterklassige der Gelegenheit nachtrauern, die optische Überlegenheit in der zweiten Spielhälfte nicht in ein Tor umgemünzt zu haben.
Die Ausgangslage für das Rückspiel spricht dennoch für den Aussenseiter: Der FCA kann im Letzigrund auf sein beliebtes Kontersystem setzen, während sich die Hoppers vor eigenem Anhang steigern müssen. Das letzte Spiel der Saison verspricht absolute Hochspannung.

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