notifications
Rad

Ardennen-Hattrick: Pogacar triumphiert erneut in Lüttich

Radsport-Dominator Tadej Pogacar ist in einem spektakulären Duell mit Paul Seixas zum nächsten Sieg in Lüttich gestürmt. Zum Abschluss der Frühjahrsklassiker fuhr der Weltmeister aus Slowenien als Solist zu seinem dritten Erfolg nacheinander.

Nach 259,5 Kilometern und elf klassifizierten Anstiegen durch die Ardennen lag Tour-Sieger Pogacar letztlich 45 Sekunden vor dem Franzosen Seixas. Den Sieg widmete Pogacar seinem ehemaligen Teamkollegen Cristian Munoz, der am Freitag nach einem Unfall verstorben war. Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel wurde frühzeitig abgehängt, sicherte sich aber immerhin noch Rang drei.

Der Slowene Tadej Pogacar gewinnt am Sonntag vor dem Franzosen Paul Seixas.
Bild: Geert Vanden Wijngaert

Auf seinem Weg zu seinem 112. Profisieg attackierte Pogacar wie in den vergangenen beiden Jahren auf der 1,6 Kilometer langen und durchschnittlich 9,4 Prozent steilen Côte de la Redoute, dem berühmtesten Anstieg des vierten Monuments des Jahres. Nur Seixas, Sieger des Juniorenrennens 2024, konnte folgen. Am letzten Anstieg musste der Jungstar aus Lyon rund 13 Kilometer vor dem Ziel aber abreissen lassen.

Nur Eddy Merckx hat mehr Siege

Nur noch die belgische Ikone Eddy Merckx liegt mit fünf Siegen bei «La Doyenne» vor Pogacar. Mit seinem insgesamt 13. Erfolg bei den fünf Monumenten verkürzte Pogacar seinen Rückstand auf Merckx weiter. Nur Paris-Roubaix fehlt dem 27-Jährigen noch in seiner Sammlung.

Zum Ende der Ardennen-Trilogie trafen Pogacar, Amstel-Gold-Race-Sieger Evenepoel und Flèche-Wallone-Gewinner Seixas erstmals in einem Rennen aufeinander. Die Siege teilen sich die drei Überflieger gerecht auf. Die ersten beiden Rennen hatte Pogacar nach Platz zwei in Roubaix ausgelassen.

Remco Evenepoel (links) muss sich in Belgien geschlagen geben.
Bild: Olivier Matthys

Das Rennen begann mit einem Aufreger. Kurz nach dem Start teilte ein Sturz das Hauptfeld, eine 52 Fahrer umfassende Gruppe um Evenepoel fuhr davon. Pogacar und Seixas blieben im Peloton zurück. An der Spitze drückte Evenepoel-Helfer Nico Denz auf das Tempo. 95 Kilometer vor dem Ziel schloss das Hauptfeld wieder auf.

Kurz danach waren auch die letzten Ausreisser gestellt. Pogacar forcierte an der Côte de la Redoute rund 35 Kilometer vor dem Ende das Tempo. Als er antrat, blieb einzig Seixas an seinem Hinterrad. Das Duo baute seinen Vorsprung weiter aus, bevor Pogacar an der Côte de la Roche-aux Faucons die Entscheidung erzwang. Der Zürcher Schweizermeister Mauro Schmid beendete das Rennen auf Rang 11. (sid)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)