Kopf der Woche

Debora Annen: «Wenn ich als Kind nicht ins Training konnte, wurde ich immer ‹surig›»

Debora Annen ist «Kopf der Woche». Die Artherin hat an den Sports Awards den Preis als «SRF 3 Best Talent Sport» gewonnen.
Debora Annen, Bobpilotin aus Arth.
Bild: zvg

Über welche kleine Alltagssache freuen Sie sich unverhältnismässig stark?

Über leckeres Essen – das bereitet mir im Alltag immer besonders grosse Freude.

In welchem Moment haben Sie sich zuletzt so richtig lebendig gefühlt?

Als wir an den Olympischen Spielen im Zweierbob ins Ziel gefahren sind und auf der Anzeigetafel die Nummer 1 aufleuchtete. In diesem Moment wussten wir, dass wir ein Diplom gewonnen haben – ein unbeschreibliches Gefühl.

Das ist der «Kopf der Woche»

Der «Bote der Urschweiz» kürt jeden Freitag einen «Kopf der Woche». Dabei handelt es sich um Schwyzer Persönlichkeiten, die in der aktuellen Woche einen besonderen Einfluss hatten, einen Erfolg feierten oder sich für ein wichtiges Projekt einsetzten.

Was macht Sie hässig?

Wenn Menschen ständig anderen die Schuld geben, anstatt Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.

Wenn Sie Ihrem 16-jährigen Ich einen einzigen Satz sagen dürften – welcher wäre das?

Cool bleiben – irgendeine Tür geht immer auf.

Welche Gewohnheit würden Sie am liebsten von heute auf morgen ablegen?

Zu spät ins Bett zu gehen.

Zur Person

Geburtsdatum: 1. April 2002

Beruf: Bobpilotin

Wohnort: Arth

Lieblingsgericht: Pasta

Lieblingsgetränk: Wasser, Kaffee

Lieblingsfilm: «Cool Runnings»

Lieblingsapp: Spotify

Lieblingsferienort: Sardinien

Lieblingstier: Katzen, Vögel

Welchen Gegenstand würden Sie nie freiwillig weggeben?

Mein Handy – ansonsten hänge ich nicht besonders an materiellen Dingen.

Über welche Eigenschaft haben sich Ihre Eltern bei Ihnen früher am meisten geärgert?

Wenn ich als Kind nicht ins Training konnte, wurde ich immer «surig».

Wann waren Sie das letzte Mal so richtig stolz auf jemanden?

Auf meinen jüngeren Bruder Tim im Trainingslager in Kanada, als er eine richtig starke Leistung gezeigt hat.

Was tun Sie, wenn Sie sich selbst wieder in gute Laune bringen müssen?

Ich höre gute Musik – das hilft mir immer.

Was bedeutet Ihnen der Preis «SRF 3 Best Talent Sport 2025»?

Eine riesige Ehre. Der Preis ist für mich eine grosse Wertschätzung und ein Lob für die Arbeit, die ich gemeinsam mit meinem Team in den letzten fünf Jahren geleistet habe.

Wie fühlen Sie sich kurz vor dem Start im Eiskanal?

Das ist immer etwas unterschiedlich – eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Am wichtigsten ist für mich, konzentriert zu sein.

Haben Sie persönliche Routinen oder Rituale?

Über die Jahre haben sich gewisse Abläufe entwickelt, aber es läuft nicht immer alles genau gleich. Deshalb versuche ich, mich nicht zu sehr daran zu klammern. Kurz vor dem Start habe ich jedoch einen Glaubenssatz, den ich mir immer wieder selbst sage.

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