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Sports Awards 2025

Moderatorin Fabienne Gyr rasiert Franjo von Allmen die Haare ++ Ditaji Kambundji überrascht mit selbst genähtem Kleid

Heute Abend werden die Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 gewählt. So verbringen die Stars den Abend. Und das sind die Siegerinnen und Sieger.

Fast drei Monate später als ursprünglich angesetzt finden die Sports Awards 2025 doch noch statt. Wegen der Tragödie in Crans-Montana in der Silvesternacht verschob SRF die Ehrung für die Schweizer Sportlerinnen und Sportler. Nun ist es soweit. Wie immer haben die Schweizer Sport-Stars ihre elegantesten Kleider hervorgeholt.

Kambundji ist jetzt schon Siegerin des Abends

Ditaji Kambundji (rechts), Hürden-Weltmeisterin 2025, posiert mit Schwester Mujinga.
Bild: Alexandra Wey

Die Auszeichnung für das «Kleid des Abends» geht an: Ditaji Kambundji. Warum? Sie hat ihr Kleid selbst genäht – und zwar so, dass der Unterschied zu all den gekauften Roben nicht auffällt. «Danke, das ist alles, was ich hören wollte», sagt Kambundji und lacht schallend. «Ich habe vor etwa einem Jahr das Nähen als neues Hobby entdeckt. Schon damals nahm ich mir als Ziel vor, bei den Sports Awards im eigenen Kleid zu erscheinen.» Ziel erreicht! «Auch wenn ich zwischendurch schon ab und an mit dem Stoff zu kämpfen hatte…»

Kellers Abendkleid aus dem Brautmodengeschäft

«Nur» einen Vormittag in die Kleiderwahl investiert hat Mountainbikerin Alessandra Keller. Die 30-Jährige wurde in einem Geschäft für Brautmode fündig und kaufte sich zwei Abendkleider. «Damit ich für weitere Anlässe eine Auswahl habe», sagt die Nidwaldnerin. «In Velokleidern fühle ich mich aber immer noch wohler.» Gemeinsam aus Frankfurt angereist sind die Nati-Fussballerinnen Géraldine Reuteler (MVP des Jahres) und Nadine Riesen (Team des Jahres). Wie haben sie ihr Outfit ausgewählt? Reuteler: «Es gab zwei Optionen: Hosenanzug oder Abendkleid. Bei mir war klar, dass ich einen Anzug in meiner Lieblingsfarbe Weiss trage.»

Geraldine Reuteler und Nadine Riesen posieren zusammen auf dem goldenen Teppich.
Bild: Alexandra Wey

Einfach war die Kleiderwahl für Slalom-Weltmeisterin Camille Rast. Ein Griff in den Kleiderschrank reichte: «Ich habe fünf, sechs zur Auswahl.» Ebenso pragmatisch entschied sie, wer sie an die Gala begleitet: «Viele standen nicht zur Auswahl. Ich bin Einzelkind und meine Eltern sind noch in Norwegen.» Zeit und Lust hatte Physiotherapeut Florian Lorimier.

Mujingas Sohn Léon ist ein «Anfängerkind»

Nicht im Studio, sondern in unmittelbarer Nähe in einem Hotel verbringt die Schwiegermutter von Mujinga Kambundji den Abend. «Sie passt auf unseren Sohn Léon auf», sagt Florian Clivaz, der seine Partnerin und deren Schwester Ditaji betreut und als Trainer des Jahres nominiert ist. Léon, der im November 2025 zur Welt kam, mache es ihnen einfach: «Er ist ein richtiges Anfängerkind.» Auch im Training laufe «alles nach Plan». Wann kehrt Mujinga zurück? «Wenn alles gut läuft, Ende Juni», sagt Clivaz.

Florian Clivaz ist nominiert als Trainer des Jahres.
Bild: Alexandra Wey

Wie schnell legt König Armon Orlik Triple-Olympiasieger Franjo von Allmen auf den Rücken?

Favorit als Sportler des Jahres 2026: Franjo von Allmen.
Bild: Alexandra Wey

Er steht in der Pole-Position für die Wahl zum Sportler des Jahres 2026: Franjo von Allmen. Weil aber seine drei Olympia-Goldmedaillen erst nächstes Jahr relevant werden, sagt er: «Ich gehe mit geringen Ambitionen in den Abend.» Favorit ist sein Kumpel Marco Odermatt. Von Allmen selbst sagt: «Ich würde Schwingerkönig Armon Orlik wählen.» Warum? «Ich finde seine Art faszinierend.» Wir nehmen den Steilpass auf: Armon Orlik, wie lange brauchen Sie, um Franjo von Allmen auf den Rücken zu legen? «Fünf Sekunden», sagt Orlik und lächelt still. Und wie steht es um die Skikünste des Schwingerkönigs? «Nicht so gut. Früher sind wir gerne gegangen. Mittlerweile liegt es nicht mehr drin. Sowohl zeitlich als auch belastungstechnisch. Ich spare die Energie lieber…»

Früher gerne auf der Skipiste, heute spart er die Energie lieber: Armon Orlik.
Bild: Nico Ilic

Unihockey trifft Fussball: Was Lara Heini Pia Sundhage erzählt

Unihockey-Nationaltorhüterin Lara Heini diskutiert mit Ex-Nati-Trainerin Pia Sundhage.
Bild: ALEXANDRA WEY

Und dann wird auf einmal Schwedisch gesprochen. Lara Heini, die als Torhüterin die Schweizer Unihockeyanerinnen zum WM-Titel führte und schon lange in Schweden lebt, sieht Ex-Nati-Trainerin Pia Sundhage und spricht sie spontan an. Worum ging es? «Ich habe Pia erzählt, dass es mir letztes Jahr fast peinlich war inmitten aller Stars, weil gar niemand mit mir reden wollte…», sagt Heini. Hat sich das geändert? «Der WM-Titel hat sicher geholfen.» Absurderweise sind die Unihockey-Frauen nicht nominiert für die Auszeichnung als Team des Jahres. Nicht wegen der Leistung. Sondern, weil diese Leistung gemäss SRF-Kriterien bis Ende Oktober erbracht werden muss.

Derweil kehrt mit Sundhage jene Frau für einen Abend in die Schweiz zurück, die am Ursprung des EM-Märchens der Fussballerinnen stand. Ist Wehmut dabei, weil sie als Trainerin ersetzt wurde? «It is what it is», sagt sie. «Manchmal bekommt man nicht, was man will. Aber die zwei Jahre bleiben unvergesslich. Dafür bin ich für immer dankbar.» Nun ist Sundhage bereits ins nächste Abenteuer gestartet. Seit Februar ist sie Nationaltrainerin von Haiti.

Patrick Fischer offenbart: «Habe den Olympia-Final nicht gesehen»

Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer mit seiner Frau Mädy.
Bild: Nico Ilic

«Ich hatte schon ein bisschen Nachwehen von Olympia», gibt Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer zu. Das Aus im Viertelfinal gegen Finnland hat an ihm genagt. So sehr, dass er im Anschluss auf Olympia-Eishockey verzichtete? «Ja, ich habe nichts mehr geschaut. Irgendwann werde ich mir den Final noch geben, aber noch nicht jetzt.» Zeit zur Regeneration hat er mit seiner Familie in den Bergen gefunden. Und natürlich steigt die Vorfreude auf die Heim-WM. Wird die Schweiz erstmals Weltmeister? «Das Schöne am Sport ist: Man weiss nie, wie es kommt. Wir tun alles, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Und dann sehen wir, wofür es reicht.»

MVP des Jahres: Géraldine Reuteler

Die erste Auszeichnung des Abends geht an Géraldine Reuteler. Sie erhält den Award als «MVP des Jahres» für ihre Leistungen bei der EM 2025. Die Schweizer Fussballerinnen erreichten den Viertelfinal. Reuteler war bei allen drei Vorrundenspielen «Player of the match».

MVP des Jahres: Fussballerin Géraldine Reuteler.
Bild: Nico Ilic

«Es war magisch», sagt die sichtlich gerührte Reuteler, als sie den Award in Empfang nimmt. «Es gibt ganz viele Menschen, denen ich Danke sagen möchte. Es wäre ohne sie alle nicht gegangen. Und jemanden möchte ich hervorheben, mein Mami: Ich liebe dich über alles.»

Moderatorin Fabienne Gyr rasiert Franjo von Allmen die Haare

Es ist vermutlich die Szene des Abends. Moderatorin Fabienne Gyr rasiert Franjo von Allmen eine «42» in die Haare. Die 42 ist von Allmens Glückszahl. Aber warum kommt es soweit? Nachdem von Allmen an der WM 2025 die Abfahrt gewinnt, rasiert sich das gesamte Schweizer Team eine Glatze. Es sind Bilder, die um die Welt gehen. «Ich habe einen Rasierapparat mitgebracht», sagt Gyr mit breitem Grinsen im Gesicht, «darf ich?»

Moderatorin Fabienne Gyr rasiert Franjo von Allmen seine Glückszahl 42 in die Haare.
Bild: Nico Ilic

Von Allmen reagiert überragend. «Ich habe ja mit vielem gerechnet – aber damit nicht», beginnt er. Und erteilt die Erlaubnis. «Aber nicht zittern, gell!» Damit hat Gyr nicht gerechnet. Das Ergebnis gerät, nun ja, etwas wacklig. «Ich kann Sie fast nicht mehr anschauen so von der Seite – ich entschuldige mich vielmals», sagt Gyr.

Der Dreifach-Olympiasieger trägt neu seine Glückszahl «42» am Hinterkopf.
Bild: ALEXANDRA WEY

«SRF 3 Best Talent Sport»

Sie ist Junioren-Weltmeisterin im Monobob und holte bei ihren ersten Olympischen Spielen in Mailand als Siebte im Zweierbob ein Diplom. Nun wurde Debora Annen (23) als «SRF 3 Best Talent Sport» ausgezeichnet. Der Förderpreis der Schweizer Sporthilfe ist mit 12'000 Franken dotiert. Selber in Empfang nehmen konnte die Schwyzerin den Preis allerdings nicht. Sie weilt bei einem Trainingslager in Kanada.

Debora Annen mit Anschieberin Salomé Kora.
Bild: EPA / Filip Signe

Team des Jahres: Eishockey-Nationalmannschaft

Für den Weltmeistertitel hat es ganz knapp nicht gereicht. Die Schweiz verlor den WM-Final gegen die USA mit 0:1 nach Verlängerung. Es ist die zweite Silbermedaille hintereinander. Dafür wird die Mannschaft von Patrick Fischer aber mit dem Award für das «Team des Jahres» ausgezeichnet.

Vize-Weltmeister 2025. Und 2026?
Bild: SALVATORE DI NOLFI

«Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein», sagt Fischer, «mein Lieblingsteam in meinem Lieblingsland.» Und er blickt voraus: «Daumen drücken in eineinhalb Monaten, wenn wir zu Hause um die nächste Medaille spielen dürfen.»

Paralympische Sportlerin des Jahres: Catherine Debrunner

Fünf Mal stand sie am Start, fünf Mal gewann sie. Über 100, 400, 800, 1500 und 5000 Meter wurde Catherine Debrunner in Neu-Delhi Weltmeisterin. Nun wurde die 30-jährige Thurgauerin zum zweiten Mal in Folge zur Paralympischen Sportlerin des Jahres gewählt. In der Livesendung konnte Debrunner nicht dabei sein. Sie bereitet sich in den Niederlanden auf die Marathons in Boston und London vor.

Fünffache Weltmeisterin 2025: Catherine Debrunner.
Bild: Keystone / Alexandra Wey

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