
200 Mitarbeitende der Tamedia-Zeitungen wenden sich in einem Protestbrief an die Geschäftsleitung und die Chefredaktion. Sie wehren sich mit ihrer Unterschrift gegen die Ankündigung, dass auf den Redaktionen 41 Mitarbeitende entlassen werden sollen.
Diese Mitteilung erfolgte vor zehn Tagen und damit mitten in den Herbstferien. Nicht nur die Kündigungen an sich, die keine Vision für die Zukunft enthalten, sondern vor allem auch das Vorgehen machen die Belegschaft «wütend». Die Informationsveranstaltung sei so kurzfristig angesetzt worden, dass die Chefredaktorin Raphaela Birrer wie auch ein grosser Teil der Personalkommission noch in den Ferien weilte.
Die Belegschaft erwartet, dass die Mitarbeitenden in die Massnahmen einbezogen werden. Ungeachtet, ob dazu eine rechtliche Notwendigkeit bestehe, werde ein Konsultationsverfahren auch für die Redaktionen der Deutschschweiz gefordert. Während der Konsultationsfrist soll zudem ein Kündigungsstopp gelten.
Die TX Group hatte sich zu einem zweijährigen Kündigungsmoratorium für die Tamedia-Redaktionen verpflichtet, das Ende September auslief. Bei einem Meeting Ende September wurde den Medienschaffenden der Eindruck vermittelt, die Sparrunde sei auf Frühjahr 2027 verschoben. Eine Woche später fiel der Sparhammer. Insgesamt sollen 34 Vollzeitstellen gestrichen werden. Neun davon in der Romandie. Dort stehen die Zeichen auf Streik.




