
Zwei Jahre Ruhe. Das hatte die Chefetage nach der letzten Abbauwelle den Mitarbeitenden der Tamedia-Zeitungen, zu denen unter anderem der «Tages-Anzeiger» gehört, versprochen. Nun ist die Ruhepause Ende September ausgelaufen – und schon folgt der nächste Abbau.
Diesmal will Tamedia 34 Vollzeitstellen abbauen, wie das Medienhaus am Montag bekannt gab. Betroffen seien 41 Mitarbeitende, davon 30 Vollzeitstellen in der Publizistik und 4 im Print-Desk. Die Stellen werden in den News-Redaktionen in Zürich, Bern, Basel sowie Lausanne und Genf gestrichen, wobei 75 Prozent des Abbaus die Deutschschweiz treffen.
Die von einem Stellenverlust betroffenen Mitarbeitenden würden bis Ende Oktober in persönlichen Gesprächen informiert, vorbehaltlich der Ergebnisse des Konsultationsverfahrens in der Westschweiz. Für die Betroffenen käme ein Sozialplan mit begleitenden Massnahmen – wie Weiterentwicklung oder Frühpensionierung – zur Anwendung.
Den erneuten Stellenabbau begründet Tamedia damit, dass sich der Medienmarkt «fundamental» verändere. Die Nutzung von Medienangeboten und die Erwartungen der Leserschaften würden sich wandeln, während der Werbemarkt stark rückläufig sei und Schweizer Werbegelder zunehmend zu globalen Plattformen fliessen würden.
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