
Vor vier Jahren begann die Fluggesellschaft Swiss, zahlreiche Flüge an die lettische Air Baltic auszulagern. Ursprünglich hätte dies eine temporäre Massnahme sein sollen. Doch weil Triebwerkprobleme in der Flugzeugflotte und ein Pilotenmangel andauerten, etablierten sich die ausgelagerten Flüge. Dies, obwohl die Gewerkschaft von Anfang an scharfe Kritik äusserte, von Lohndumping sprach und sogar rechtlich gegen die Kooperation vorging.
Nun kündigt die Lufthansa-Tochter an, ab Sommer 2027 wieder deutlich mehr Flüge mit eigenen Flugzeugen und Crews durchzuführen. Statt 26 würden noch rund 18 Flugzeuge von Drittanbietern im Dienste der Swiss operieren. Dabei komme vor allem die Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways von Milliardär Martin Ebner zum Zug.
Situation hat sich entspannt
Die Zusammenarbeit mit Air Baltic wird nach dem Winterflugplan hingegen beendet. «Es braucht dafür die richtigen betrieblichen Voraussetzungen, genügend Crews und eine vorausschauende Planung», sagt Swiss-Chef Jens Fehlinger. Die Situation bei den Triebwerken und beim Cockpit-Personal entspanne sich zunehmend.
Allerdings: Die Swiss war nicht nur wegen der Kritik von der eigenen Crew unter Druck. Denn Air Baltic ist in den vergangenen Monaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die auch den Swiss-Deal infrage stellten.


