
Kaum hatte die Roche-Erbin Maja Hoffmann 2024 das Präsidium beim Filmfestival Locarno übernommen, versetzte sie sowohl die Tessiner Gastro- und Hotelbranche wie auch die Schweizer Filmszene in Aufregung. Nichts sei in Stein gemeisselt, sagte sie damals dem «Sonntagsblick». Sie könne sich «sogar vorstellen, das Datum zu ändern». Der August sei ein ungünstiger Zeitpunkt. Denn zu viele Menschen aus der Filmbranche seien in den Ferien.
Konkret möchte die Festivalleitung das Filmfest von Anfang August auf die zweite Julihälfte vorverschieben. Der Plan war, dies ab der 80. Ausgabe zu tun, also ab 2027. Doch daraus wird jetzt nichts, wie Raphaël Brunschwig, der geschäftsführende Direktor des Festivals, gegenüber «Schweiz heute» sagt. Das Festival finde nächstes Jahr wie gehabt Anfang August statt, konkret vom 4. bis 14. August.
Damit ist aber der Plan nicht vom Tisch, wie Brunschwig ergänzt. «Wir möchten das Festival um mindestens eine Woche vorverschieben.» Das sei wichtig für die internationale Positionierung des Festivals.
Wie es in dieser Frage weitergeht, entscheidet sich im September. Dann wollen die Verantwortlichen ihre Möglichkeiten ausloten.


